Warlock

Das schaurige Action-Jump’n’Run „Warlock“ von TRIMARK und LJN erschien 1994 für Sega’s Mega Drive und das Super Nintendo. Es basiert auf der Filmtrilogie gleichen Namens mit Julian Sands (Teil 1 + 2) bzw. Bruce Payne (Teil 3) in der Hauptrolle des finsteren Hexenmeisters (> engl. „Warlock“), der die Welt in’s Chaos stürzen will.

Die Story des Spiels weicht etwas von denen der Filme ab:

Einmal alle tausend Jahre, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, sendet der Teufel höchstpersönlich seinen einzigen Sohn – den „Warlock“ – zur Erde, um antike Runensteine aufzufinden. Denn derjenige, der über alle 6 dieser Objekte verfügt, dem allein wird die absolute Macht gehören, um das Ende der Welt herbeizu rufen.

Die Aufgabe des Spielers besteht nun darin, in Form eines Druiden mit magischen Fähigkeiten durch die Zeiten zu reisen, um den Warlock davon abzuhalten, die Steine in seine Gewalt zu bekommen.

Ausgestattet mit einer Art „fliegender Magie-Ball“, den der Spieler zur Verteidigung um sich umherlenken kann, sowie der Fähigkeit, Blitze zu verschießen, geht es nun durch für damalige Verhältnisse wunderschön designte und lebhaft gestaltete Landschaften mit vielen animierten Vögeln, Fliegen und herum streunernden Hunden. Es dauert nicht lange, dann trifft unser heldenhafter Druide auch schon das erste mal auf den titelgebenden Dämonen. Jetzt bricht im wahrsten Sinne des Wortes die „Dunkelheit“ herein, der Himmel zieht sich zu, die Musik wird schlagartig bedrohlicher. Der Warlock beweist gleich: auch er hat einiges auf dem Kasten, und so schleudert er euch ebenfalls gemeingefährlich seine Blitzsalven entgegen. Dabei kann er mit seinen Schüssen fast die gesamte Umgebung manipulieren. So verwandeln sich beispielsweise harmlose Tiere wie die Hunde bei Kontakt in zähnefletschende Teufelsbestien, die den Warlock unterstützen und euch direkt an die Gurgel springen, oder harmlose Passanten in Zombies.

Im weiteren Verlauf gelangt ihr an die verschiedensten Orte. So geht’s auf eurer Jagd nach dem Bösen durch eine modrige Burg, stockdustere Friedhöfe, eklig feuchte Höhlen und ein steiniges Ödland vor fast traumhafter Sonnenuntergangskulisse. Dadurch wird während einer guten Stunde Gesamtspielzeit schon mal reichlich Abwechslung für’s Auge geboten. Aber auch Gameplay-technisch ist es ziemlich abwechslungreich, sobald ihr erstmal eure magischen Fähigkeiten ausgebaut habt und euch zum Beispiel selbst in monströse Kreaturen verwandeln könnt.

Ob ihr nun die „SuperNES“ oder doch eher die „Mega Drive“-Version bevorzugt, bleibt ganz euch überlassen. Grafisch liegt die Nintendo-Variante zwar durch „frischere“ Farben und mehrere Hintergrundebenen etwas weiter vorn, dafür gibt’s bei Sega den ein oder anderen (Special-)Effekt mehr zu bestaunen.

 

Kritik und Fazit

******************

Das Game „Warlock“ macht eigentlich nicht viel verkehrt und kann durchaus als „GUT“ eingestuft werden. Einzig zu bemängeln wäre auf jeden Fall die unausgereifte Steuerung des Spielcharakters, der sich nur mit viel Übung und Eingewöhnungszeit einigermaßen steuern lässt – aber es ist möglich. Musik … durchschnittlich, und dann wäre da noch der (vor allem in Bezug zu heutigen Verhältnissen) KRASS-hohe Schwierigkeitsgrad und die Tatsache, dass es weder Passwortsystem noch die Möglichkeit, euren Spielstand zu speichern, gibt. Aber sehen wir’s mal RETRO: kein Spiel ohne Risiko – denn was uns nicht umbringt, macht uns stärker!


von 'min Bekker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.