Nightmare On Elm Street

Und gleich zu Beginn präsentiere ich eine wahre „Retroperle“ in Sachen Horrorfilm-Versoftungen, nämlich…

NIGHTMARE ON ELM STREET
für das Nintendo Entertainment System

Hierbei handelt es sich nicht um die erste Versoftung des Nightmare-Franchises, denn auf dem Commodore 64 gab es Ende der 80er ebenfalls schon mal eine gute Alternative. Die NES-Version hier gefällt mir jedoch weitaus besser! Kein Wunder, wurde es doch entwickelt von den kultigen „Donkey Kong Country“- und „Perfect Dark“-Machern RARE.

Das Spiel stammt aus dem Jahre 1990 und war somit eines der späteren NES-Games, also bitte HD-Bremspedal loslassen uns sein Alter respektieren;
große Pixel wollen auch geliebt werden! 8-)



Zur Story muss eigentlich nicht viel gesagt werden, da sie sich doch mehr oder weniger nah an die Filmvorlage hält: Todeskrallen-Mastermind Freddy Krüger terrorisiert die Kids der Elm Street und raubt ihnen jeden Schlaf. Das lassen sich die Jugendlichen natürlich nicht gern gefallen, daher übernehmt ihr nun die Rolle eines der Teenies und räumt ordentlich auf.

 

Die Elm Street selber dient hier quasi als eine Art „Oberwelt“. Ihr könnt sie in gewohnter Side-Scrolling-Manier rauf und runter laufen, und dabei zig Häuser und sonstige Lokalitäten passieren. Zu Beginn lassen sich nur wenige Gebäude betreten, in welchen man nach wichtigen Items oder Schlüsseln Ausschau halten muss, damit letztendlich irgendwann mal alle Plätze der Elm Street zugänglich werden. Ziel des Spiels ist es natürlich, Freddy aufzusuchen und zu vernichten. Dafür müsst ihr jedoch erst mal all seine Knochen(!) zusammensuchen, die überall im Game verteilt sind. Erschwert wird euer Weg dorthin durch herumlungerndes Getier wie Schlangen oder Ratten, die sich auf der gesamten Straße verteilt haben.

Ich geb zu, dass das erstmal nach 08/15 und langweilig klingt. Aber, jetzt kommt der Clou:

Es gibt eine „Ausdaueranzeige“, und je länger ihr unterwegs seid, desto müder wird euer Spielcharakter. Ist die Anzeige komplett leer, schläft euer Teenager weg. Das Spiel friert kurz ein, verschwimmt in einem netten Effekt samt passenden Sample und zack: ihr seid in der Albtraumwelt! Zwar sind das exakt die gleichen Stages wie vorher auch, allerdings jetzt (ähnlich wie in Castlevania 2 – Simon’s Quest) mit abgeänderter Farbpalette sowie weitaus mehr und stellenweise (sau-)schweren Gegnern in Form von Zombies, Totenkopf-Fledermäusen und „THE THING“mäßigen „Freddy Krüger“-Köpfen mit Spinnenbeinen. Mit Fäusten und Tritten wehrt ihr euch gegen die Brut. Auch könnt ihr praktischer Weise bei Bedarf einen anderen Charakter wählen. Diese verfügen je nachdem über andere Eigenschaften wie höheres Springen (mit Saltoschlag;) ), Sprungkicks oder Messerwerfen. Am Ende jedes der „Unterlevels“ (in Form von Häusern & Co.) wartet Freddy in den skurrilsten Formen (Freddy in Wurmform, Freddy’s Klaue in XXL-Form, etc.) stets als harter Endboss. Generell gilt: wer stirbt, verliert ein Leben (und verlässt seinen Sprite-Körper in Form eines lustigen Sprite-Geistes:)). Und wenn euch die Albtraumwelt zu schwer wird und ihr wieder aufwachen wollt, solltet ihr das Glück haben, einen Ghettoblaster oder ähnliches zu finden, der euch wieder wach rüttelt.



Fazit: Geiles Spiel, das auch heut noch richtig Fun macht – wenn man sich drauf einlässt und die Nerven hat. Als Modul heute wohl nur noch sehr hart zu bekommen.

Gesamtspielzeit … in etwa eine Stunde, vielleicht auch etwas mehr.

von 'min Bekker

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