The Witch

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The Witch (USA 1982)

Alternativtitel: Superstition / Die Hexe

Regie: James W. Roberson

Mit: Albert Salmi, Lynn Carlin, James Houghton, Larry Pennell

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 20. September 2013 (ungekürzte Neuauflage)

Story: In einem alten Haus, das sich in Kirchenbesitz befindet, geschehen unheimliche Todesfälle. Eine Pastorenfamilie zieht ein, und das Morden geht weiter. Doch ein Angestellter der Kirche kommt dem Geheimnis auf die Spur: Vor fast 300 Jahren wurde in dem Ort eine Hexe ertränkt. Da sie nicht durch Feuer geläutert wurde, treibt ihr Geist sein Unwesen. Niemand entgeht seinem Schicksal…

Kritik: In einer Zeit als der Videomarkt noch ganz am Anfang seiner Entwicklung war und die Videotheken, wie Pilze aus dem Boden schossen, strömten auch zahlreiche Horrorproduktionen in die Regale. Eine Vielzahl davon, wie Friday The 13th und Tanz der Teufel wurden zu absoluten Kultklassikern. Aber es gab auch Filme, die heute fast vergessen sind. In diese Kategorie gehört auch The Witch, der im selben Jahr wie Sam Raimi’s Evil Dead das Licht der Filmwelt erblickte.

Unartige Teenanger, ein verfluchtes Haus und ein uralter Fluch. Das sind die Zutaten aus denen diese Splatterperle gemacht sind. Gleich zu Beginn muss das erste Jungvolk aus dem Leben scheiden. Dabei wird dann schon mal zerteilt und zersägt. Selbstredend in guter alter Tradition, ohne jegliche Computereffekte. Hier ist noch echtes Handwerk angesagt.

Auch beinhaltet der Film eine ordentliche Portion des Charmes, den die Pionierzeit der Videotheken bis heute auf Filmfreaks ausübt. Ein wahres Fest für Horror-Nostalgiker. Natürlich bleiben die Charaktere recht flach und insbesondere in der Mitte hat der Film seine Längen. Vergleicht man The Witch aber mit heutiger B-Horror-Ware so hat dieser Film eine ganze Menge mehr Herzblut und Seele zu bieten.

Das Finale hätte gerne noch etwas mehr Gas geben dürfen, insbesondere hinsichtlich des recht blutigen Anfangs, insgesamt geht das aber soweit in Ordnung. Somit ist The Witch sicher nicht das NonPlusUltra des frühen 80er-Splatters, aber eine beachtliche, kleine Perle, die Freunde der 80er verzücken dürfte. Dazu sei gesagt, dass der Film in seiner deutschen Erstveröffentlichung auf DVD nun erstmals ungekürzt in deutscher Sprache zu sehen ist. Die alten VHS-Veröffentlichungen waren um rund eine Minute gekürzt.

 

 

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