Friedhof der Kuscheltiere

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copyright Paramount

(USA 1989)

Originaltitel: Stephen King’s Pet Sematary

Regie: Mary Lambert

Mit: Dale Midkiff, Fred Gwynne, Brad Greenquist, Denise Crosby

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 09. November 1989 (dt. Kino); 18. Juni 1990 (dt. VHS)

Story: Für die meisten Familien ist ein Umzug auch ein neuer Anfang. Doch für die Creeds könnte es der Anfang vom Ende sein. Denn in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich ein Ort, den Kinder aus ihren zerstörten Träumen errichtet haben: der Friedhof der Kuscheltiere. Es ist ein kleines Areal, auf dem sich ein versteckter indianischer Friedhof befindet. Dieser besitzt die Macht die Toten auferstehen zu lassen.

Kritik: 1983 erschien der Roman Pet Sematary von Erfolgsautor Stephen King. In Deutschland kam das Buch erstmals 1985 unter Friedhof der Kuscheltiere in den Handel. Vier Jahre später war dann schon die Verfilmung der Geschichte in den Kinos zu sehen..Bis heute gilt das Buch als eines von King’s Besten und auch die Filmumsetzung gehört zu den Top-Umsetzungen unter den unzähligen King-Verfilmungen.

Bereits von der ersten Sekunde an packt einen Friedhof der Kuscheltiere an den Nackenhaaren. Was zu Beginn noch am grandiosen Kinderchor-Soundtrack liegt, übernehmen im weiteren Verlauf die tollen Darsteller. Dabei sei gesagt, dass man auf jeden Fall die englische Originaltonspur bevorzugen sollte, da insbesondere die Kinder in der deutschen Sprachfassung ziemlich schwach bzw. unpassend gesprochen werden.

Die Geschichte rund um den verlassenen Indianerfriehof entfaltet ihre Wirkung langsam und stetig. Dabei steckt die ganze Liebe dieser Verfilmung im Detail. Die Ausstattung ist toll, wabernder Nebel und Blau-Filter lassen das Horror-Herz höher schlagen.

So schafft es Friedhof der Kuscheltiere auch heute noch zu begeistern. Klar, der ein oder andere Effekt hat ordentlich 80er-Flair, aber im Vergleich zu vielen anderen Werken aus diesem Jahrzehnt, ist Friedhof der Kuscheltiere auch heute noch ohne Abstriche genießbar. Eine Tatsache, die das geplante Remake eigentlich völlig unnötig macht. Bemängeln kann man höchstens ein paar Logiklöcher, insbesondere im Finale.

Die deutschen Behörden waren von dem Film nicht sonderlich angetan und indizierten die ungeschnittene Fassung im Februar 1990. Erst 13 Jahre später wurde der Film rehabilitiert und vom Index gestrichen.

Auf dem Regiestuhl leistet Mary Lambert tolle Arbeit und spätestes bei dem Soundtrack der Punk-Legenden The Ramones ist das Glücksgefühl des geneigten Horrorfans komplett. Somit ist Friedhof der Kuscheltiere eine absolute Top-Wahl für Horrorfans von jung bis alt, denn er mixt gekonnt den traditionellen Grusel einer Spukgeschichte mit härteren Bluteffekten. Eine Kunst, die mehr als 20 Jahre später fast ausgestorben zu sein scheint.

 

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