Die sieben schwatzen Noten

die sieben schwarzen Noten

copyright ’84 Entertainment

Die Sieben schwarzen Noten (Italien, 1977)

Originaltitel: Sette Note in Nero

Regie: Lucio Fulci

Mit: Jennifer O’Neill, Gabriele Ferzetti, Marc Porel

Freigabe: ungeprüft / ungeschnitten

Release: 01. Dezember 2014

Story: Die junge Virginia wird seit ihrer Kindheit von Visionen geplagt. So sah sie bereits ihre Mutter von einer Klippe springen, obwohl sie mehrere tausend Kilometer entfernt auf Klassenfahrt war. Nun hat sie erneut, als inzwischen 25-jährige, Vorahnungen dessen Zusammenhang sie sich nicht erklären kann. Als sie in das Landhaus ihres Ehemannes eintrifft scheinen sich ihre Visionen zu bewahrheiten. Oder doch nicht?

Kritik: Als großer Anhänger des italienischen (Horror)films war ich natürlich sehr gespannt auf Die Sieben schwarzen Noten. Nie zuvor ist dieser Fulci in Deutschland erschienen und ich war neugierig wie Bolle auf den Film. Lucio Fulci, den die meisten nur in Zusammenhang mit Woodoo und New York Ripper kennen, hat diesen Giallo lange vor den genannten Horrorfilmen inszeniert. Und genau hier liegt der große Unterschied, denn auch wenn es ihm spätestens mit Woodoo gelungen ist sich einen Namen als italienischer Horrorregisseur zu machen, die wahre Qualität eines Fulci zeigt sich mit Die Sieben schwarzen Noten.

Fulci präsentiert sich hier als Geschichtenerzähler par excellence. Gekonnt baut er einen Handlungsrahmen auf und präsentiert uns Virginia (toll dargestellt von Jennifer O’Neill) als Opfer ständig überkommender Vorahnungen. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und die Spannung steigert sich kontinuierlich bis zum Ende.

Wer aufgrund des Namens Fulci einen Gorefilm erwartet wird enttäuscht sein. Viel Blut ist in diesem Film nämlich nicht zu sehen und von einem echten Giallo, wie ihn Dario Argento in seinen besten Jahren meisterlich zu inszenieren wusste, ist dieser Film auch weit entfernt. Wer aber auf einen guten Krimi mit Mystery und Thrillerelementen steht und bereit ist sich auf das Schaffen Fulcis vor Woodoo einzulassen, der ist mit Die Sieben schwarzen Noten bestens bedient.

Ein großes Lob kann man nur `84 Entertainment aussprechen, die diesen Film erstmals in Deutschland in einem schicken, auf 2 000 Stück limitierten Mediabook veröffentlichten.

Fazit: Ein guter Fulci in einer würdigen Veröffentlichung. Was will man mehr?

Wertung: 7,7/10

von Bernd Lebe

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