Horror-Circus

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Crazy White Sean
Foto: Moni Großmüller

Am 5. April 2014 haben wir für euch den Horror-Circus mit seiner Show in Kaiserslautern besucht und wollen euch von unserem Besuch dort berichten. Eins vorweg: Ein Besuch im Horror-Circus lohnt sich definitiv.

Schon vor dem Einlass ist offensichtlich mit wieviel Liebe zum Detail die Macher diesen speziellen Zirkus aufgebaut haben. Das Vorzelt ist entsprechend schaurig dekoriert und die Zuschauer können sich nochmals mit diversen Speisen und Getränken eindecken bevor es dann zum Einlass geht. Dort bildete sich zunächst eine Schlange, die sich recht langsam voran bewegte. Am Einlass angekommen erklärte sich dieser Umstand, denn jeder Zuschauer muss durch einen nebelverhüllten Korridor, der von den gruseligen Artisten bevölkert wird. Dort wird man schon mal mit einer Kettensäge attackiert. Alles eine äußerst atmosphärisch gelungene Sache.

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Foto: Moni Großmüller

Im Zelt angekommen nehmen wir Platz und sind positiv überrascht. Das hier hat nichts mit dem Dorfzirkus um die Ecke zu tun: Hier wird ordentlich Gas gegeben. Die Bühnentechnik ist großartig und das Licht tanzt zu den Klängen von Rammstein. Die Show kann beginnen…das Licht geht aus.

So sitzen wir im Dunkeln und harren der Dinge die da kommen. Ein schwaches Licht deutet auf den Eingang der Manege und düstere Klänge dringen an unser Ohr. Die gesamte Horror-Crew schleicht in schummrigem Licht in das Zelt. Ein tatsächlich gruseliger Moment. Was folgt ist eine kurze Ansage, dass es nun los geht und dies nun die letzte Gelegenheit sei diesen Ort des Schreckens zu verlassen….die Show beginnt.

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Foto: Moni Großmüller

Und ja, es wir einiges geboten. Das erste Highlight und vielleicht sogar DAS Highlight ist Crazy White Sean, ein Freak aus den USA, der seinem Körper so Einiges antut. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber wir haben einige doch ziemlich erschrockene Gesichter im Publikum gesehen, wenn Crazy White Sean seine Haut mit Nadeln durchbohrt und Regenwürmer durch die Nase zieht.

Aber keine Angst der Horror-Circus ist keine, reine Ekel-Show. Auch „echte“ Artistik gibt es zu bewundern. Dazu gehören unter anderem Jongleure, Seiltänzer und eine Vertikaltuch-Artistin. Letztere setzt das Thema dämonischer Besessenheit sehenswert in ihrer Artistiknummer um. Immer wieder wird das Publikum mit eingebunden. So muss ein junger Mann als Opfer für einen vermeidlichen Messerwerfer dienen und junge Frauen werden so miteinander verknotet, dass nur ein „netter“ Herr mit Maske und Kettensäge die Damen wieder trennen kann.

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Cesar, der Schlangenmensch
Foto: Moni Großmüller

Dann kommt mit Cesar, dem Schlangenmensch und seiner Nummer Scary in the Box ein weiteres Highlight der Show. Allein schon der Einmarsch als skurril verdrehtes Geschöpf im Halbdunkel, löst bei den Zuschauern erstaunen und Gänsehaut aus. Wie der Akrobat sich dann aber verbiegt und in einen wirklich kleinen Würfel faltet, ist schon ein echter Hammer, den man einfach mal live gesehen haben muss.

Als die Crew dann eine große Metallgitter-Kugel in die Manege zieht, naht das große Finale. Dort fahren am Ende drei Stuntman mit ihren Cross-Motorrädern auf engstem Raum, kreuz und quer durch die Gitterkugel. Es riecht nach Benzin und Begeisterung auf den Rängen. Eine wirklich großartige Show geht zu Ende und das Publikum verlässt zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht den Horror-Circus.

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Foto: Moni Großmüller

Wer sich dieses Spektakel mal live anschauen will, der findet auf der offiziellen Webseite die Tour-Daten des Horror-Circus. So ist die Truppe als nächstes vom 7. bis 25. Mai 2014 in Frankfurt am Main zu sehen. Weitere Städte werden folgen.

Ein letztes Wort noch zu den Preisen, die wirklich fair gestaltet wurden. Auf allen (!!) Plätzen, auch auf den günstigeren, hat man eine gute Sicht auf das Geschehen. Und für gerade einmal 20 Euro bekommt man eine wirklich tolle und einzigartige Show zu sehen. Der Horror-Circus ist ein modernes und innovatives Zirkus-Konzept, dass den Zuschauer nicht nur unterhält, sondern schlicht fasziniert.

 

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