The Blackburn Asylum

The Blackburn Asylum

The Blackburn Asylum
5

Wertung

5/10

    Pro

    • gute Effekte
    • ordentliche Darsteller

    Contra

    • furchtbare Dialoge
    • nimmt sich zu ernst
    • alles schon mal gesehen
    blackburn_asylum

    copyright Tiberius Film

    Story: Fünf College-Freunde sind in Alaskas Wäldern unterwegs. Doch aufgrund eines Waldbrands können sie nicht weiterfahren, dann ist auch noch der Sprit alle und die nahe gelegene Tankstelle ausverkauft. Die Freunde suchen in der stillgelegten Blackburn-Anstalt Unterschlupf. Doch diese Nacht soll sich für sie noch zu einem wahren Albtraum entwickeln, denn einer nach dem anderen verschwindet. Die Nervenheilanstalt ist scheinbar nicht so verlassen, wie es den Anschein hatte…

    Kritik: Ich persönlich stehe ja auf kleine, gemeine Backwood-Slasher, in denen irgendwelche retardierten Freaks dümmlichen Teenies nachstellen und diese möglichst blutig um die Ecke bringen. Diese Sparte bedient auch The Blackburn Asylum, macht dabei aber einige, grobe Fehler.

    Alles beginnt ziemlich klassisch. Doofe Teens, falscher Weg, seltsame Tankstelle….alles da. Dabei fällt allerdings schon früh auf, dass der Drehbuchautor wenig Talent für Dialoge zeigt. Hier wird bereits in den ersten 15 Minuten soviel unglaubwürdiger Müll geredet, dass einem die Ohren bluten. Das hat natürlich zur Folge, dass man sich einen schnellen Tod der nervigen Protagonisten herbei sehnt.

    An und für sich sind derart unsinnige Dialoge bei Filmen dieser Art nicht ungewöhnlich, allerdings fällt es im Fall von The Blackburn Asylum einfach mehr auf, da die Schauspieler durchaus talentiert sind und die Optik des Films deutlich wertiger wirkt, als das C-Movie-Gerede der Charaktere.

    Mit dem Auftreten der Bösewichter wird es dann deutlich unterhaltsamer. Hier bekommt der Film eine ordentliche Dosis 80er-Retro. Insbesondere die Masken der Killer erinnern an die gute, alte Zeit und können als durchaus gelungen bezeichnet werden. Dabei geht es durchaus blutig zu Werke, wenngleich man kein Splatterfest erwarten sollte. Dafür sind die Bluteffekte weitgehend handgemacht und gelungen. Hier kann The Blackburn Asylum durchaus punkten.

    Leider versteht es der Film nicht aus seinen eigenen Fehler Kapital zu schlagen. Hätten die Macher hier etwas mehr auf Humor und Selbstironie gesetzt, wäre das Ergebnis stimmiger. So nimmt sich der Slasherfilm selbst viel zu ernst und hält selbst überhaupt kein Augenzwinkern bereit. Mit der Folge, dass es an manchen Stellen einfach unfreiwillih komisch wird.

    Fazit: Wer mit Klischees und doofen Dialogen keine Probleme hat, der wird mit The Blackburn Asylum ordentlich bedient. Zwar gibt es kaum Gründe sich den Film mehrmals anzusehen, aber wer auf Wrong Turn und Co steht, der darf durchaus einen Blick riskieren. Die Darsteller agieren für einen Film dieser Art überdurchschnittlich und auch die Effekte überzeugen. Dafür bietet der Streifen allerdings auch nichts, was man nicht an anderer Stelle mindestens gleichwertig gesehen hat.