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The ABCs of Death 2

Kritik: Ziemlich genau zwei Jahre ist es nun her, dass uns die Kurzfilm-Anthologie The ABCs of Death mächtig begeistert hat. Nun steht mit The ABCs of Death 2 das Sequel in den Startlöchern. Wir haben das Teil schon gesichtet und sagen erneut: Daumen hoch.

Die Vorgaben haben sich nicht verändert. Jeder Regisseur erhält rund 5 Minuten, um einen Buchstaben des Alphabets einem Begriff nach Wahl zu zuordnen und diesen entsprechend, filmisch in Szene zu setzen. Dabei muss es nur grob dem Horrorgenre zugeordnet sein…ansonsten völlig freie Hand.

Welche Skurrilitäten dabei ans Tageslicht treten, zeigte bereits der Erstling und auch in The ABCs of Death 2 kommen die verrücktesten Ideen mal wieder aus Fernost. Die haben einfach ein spezielles Händchen für Trash at its best.

An dieser Stelle alle Episoden zu erläutern macht wenig Sinn, da wir auch nicht zu viel verraten möchten. Es sei aber grob gesagt, dass es gut anfängt, in der Mitte dann ein paar Längen entwickelt und gegen Ende nochmal echt sehenswert wird.

Ein paar Episode möchte ich an dieser Stelle aber dennoch hervorheben. Da ist zum einen D for Deloused…ein animierter Horrortrip der skurrilsten Art. Dunkel, bedrohlich und nihilistisch. Das Ganze erinnerte mich stark an die Musikvideos der Band Tool. Leider musste die Episode aus der deutschen FSK-Fassung herausgenommen werden, um eine Freigabe zu erhalten….völlig unverständlich.

R is for Roulette des österreichischen Regisseurs Marvin Kren überzeugt mit einer tollen Idee und einer äußerst professionellen Inszenierung….toll!

S is for Split haut dann ordentlich auf die Home Invasion-Kacke und liefert am Ende einen interessanten Twist. Das bemerkenswerte an dieser Episode, dass sie es (im Gegensatz zu drei anderen Episoden) durch die FSK-Prüfung geschafft hat.

X is for Xylophone ist der Beitrag der Inside-Macher Maury und Bustillo. Dazu wird die Hauptrolle von Beatrice Dalle gespielt, die ebenfalls aus Inside bekannt sein dürfte. Der Beitrag ist extrem böse, aber auch wirklich lustig, den richtigen Humor vorausgesetzt.

Den kranken Abschluss liefert dann Z is for Zygote. OH…MEIN…GOTT….mehr kann ich dazu nicht sagen. Krank und toll inszeniert und ebenfalls in der FSK-Fassung zu sehen.

Zur Zensur: In Österreich erscheint der Streifen unzensiert mit allen Episoden. Der deutschen FSK-18-Fassung fehlen drei komplette Episoden (C;D und T) weshalb sie auf mit 23 Ways to Die betitelt wurde. Allerdings sind die Zensuren hier ziemlich willkürlich, da wenig brutale Episoden (D) entfernt wurden, anderer harter Stoff (S) aber unangetastet bleibt. Damit ist die deutsche Fassung zum Leihen noch zu brauchen….Fans greifen natürlich zum Import.

Fazit: Auch die Fortsetzung The ABCs of Death 2 ist mal wieder tolle und kurzweilige Unterhaltung. Leider bilden sich in der Mitte einige Längen und schwächere Episoden, womit das Sequel insgesamt etwas schwächer als der Vorgänger einzuordnen ist. Als Partystreifen natürlich immer noch ein echter Knaller.

Wertung: 3,5 von 5

von Jörg Großmüller

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