Rache – Bound to Vengeance

Metadaten
Titel Rache - Bound To Vengeance
Original Titel Reversal
Regisseur José Manuel Cravioto
Laufzeit 1 h 13 min
Zertifikation ab 18
Starttermin 1 September 2016

Rache - Bound to Vengeance

Rache - Bound to Vengeance
7

Wertung

7/10

    Pro

    • gutes Tempo
    • guter Soundtrack
    • ordentlich gespielt

    Contra

    • nicht immer logisch
    • mäßige Synchro
    Plakat von ""

    © Tiberius Film

    Story: Eve (Tina Ivlev) ist eine junge Frau, die von einem perversen Sexualstraftäter gefangen gehalten wird. Eines Tages gelingt es ihr, ihren Entführer zu überwältigen und aus dem Gefängnis zu fliehen. Kurzerhand beschließt sie, den Spieß umzudrehen und Rache an ihrem Peiniger zu üben. Da sie überzeugt ist, dass sie nicht das einzige Opfer des Mannes ist, sondern in der Nähe auch noch andere Mädchen eingesperrt sind, greift sie zu harten Foltermethoden, um herauszufinden, an welchen geheimen Orten die anderen gekidnappten Mädels festgehalten werden. Überraschend muss Eve jedoch feststellen, dass einige Mädchen gar nicht befreit werden wollen. Zudem erkennt sie, dass der Entführer vermutlich nicht alleine operiert, sondern einen Komplizen hat…

    Kritik: Sieht man das Cover von Rache – Bound to Vengeance denkt man unweigerlich an Rape-and-Revenge-Granaten, wie I Spit on your Grave. Damit denkt man dann auch erstmals darüber nach, ob der Film, angesichts seiner Freigabe, kombiniert mit der Thematik überhaupt ungeschnitten ist. Da können wir entwarnen: Die FSK 18-Fassung von Bound to Vengeance ist ungeschnitten,

    Der Film beginnt fast mittendrin und auch sonst springt die Handlung immer mal wieder in der Chronologie vor und zurück. Zu erst stört es ein wenig, zumal sich der Sinn der Erzählweise nicht wirklich erklärt, im weiteren Verlauf des Films fällt das Stilmittel allerdings kaum ins Gewicht.

    Positiv zu erwähnen ist das recht hohe Tempo. Hier wird nicht lange rum geeiert, was angesichts einer Laufzeit von gerade einmal 73 Minuten auch wenig zu empfehlen wäre. Dabei geht die Dame gegen ihre Peiniger durchaus hart zur Sache. Da wird erschossen, erschlagen und durchbohrt, was die Freigabe her gibt. Ähnlich Sphären, wie das oben genannte Vorbild erreicht Bound to Vengeance dabei natürlich bei weitem nicht.

    Die Darsteller machen ihre Sache durchaus ordentlich, allerdings ist die Synchronisation nicht immer so ganz gelungen. Insbesondere die Rückblicke auf die Vorgeschichte des Opfers klingen wenig überzeugend. Wer auch nur etwas Schulenglisch kann, sollte die Originaltonspur zumindest in Erwägung ziehen.

    Im Finale gibt es dann noch einen ganz hübschen Twist, der durchaus gelungen ist. Zumindest ich sah den so nicht kommen. Ob das dann immer so logisch ist, steht auf einem anderen Blatt. Positiv sei auch die hübsche Songauswahl erwähnt, auf die ich hier aus Anti-Spoilergründen nicht näher eingehen will.

    Fazit: Wer auf Rachetrhiller steht und dabei keine ausgewalzten Vergewaltigungen sehen will, der wird mit Rache – Bound to Vengeance gut und knackig bedient. Zwar gibt es dabei kein Splatterfest zu sehen, aber ein paar durchaus gelungene Kills. Dazu ein sauberer Soundtrack und zumindest passable Darsteller. Fans von Rachethrillern kann man den Film definitiv empfehlen