Piranhaconda

Metadaten
Titel Piranhaconda
Original Titel Piranhaconda
Regisseur Jim Wynorski
Laufzeit 1 h 26 min
Zertifikation
Starttermin 16 Juni 2012

Regisseur Jim Wynorski (Camel Spiders, Komodo vs. Cobra) muss einer der glücklichsten Menschen auf der Welt sein. Jährlich vier bis fünf Trashgranaten drehen und dazu Millionen $ vom Trashpapst Roger Corman persönlich verbraten zu dürfen.

Auch in seinem Streich Piranhaconda haut er wieder mächtig einen von der Palme. Jede Menge Girls mit Format Doppel-D, ein durchgeknallter Professor, diverse böse Buben und ein Vieh halb Anaconda + halb Piranha = Piranhaconda.

Das beste an solchen Filmen ist, dass jeder weiß was auf einen zukommt. Nämlich jede Menge Blödsinn. Wenn man den Blödsinn aber so herrlich bekloppt verpackt wie es Jim Wynorski versteht, dann macht das ganze wenigstens ein wenig Spaß. Halb nackte (gutausssehende) Girls die, von einer Monsterschlange verfolgt, schreiend durch den Busch rennen. Schwachsinnige Banditen die glauben erst jede Menge Kohle mit der Entführung des Professors und später von der Filmcrew bzw. der Produktionsfirma erpressen zu können. Letztlich haben aber alle die Rechnung ohne den Wirt bzw. die Schlange gemacht. Denn womit man es hier einmal mehr zu tun hat, ist schon ein einmaliges Exemplar. Ein Hybrid mit der Schnelligkeit einer Schlange und dem zupackenden Biss eines Killerfischs.

Eine Million Dollar reichen natürlich bei weitem nicht aus um die CGI-Effekte bis zur Perfektion auszuführen. Die Schlange sieht etwas blöde aus und die vielen Explosionen inkl. der zahlreichen Brandherde kann man real natürlich auch besser darstellen als aus dem Computer. Aber den Anspruch einen perfekten Film abzuliefern hatte Wynorski eh noch nie. Von daher sehen wir einfach einmal großzügig über diverse handwerkliche Mängel hinweg und erfreuen uns an dem gezeigten Unfug.

Auch wenn der Film nicht an diverse andere Partygranaten heranreicht, so ist der Streifen für zwischendurch ganz okay. Hauptproblem ist ein gelangweilter Michael Madsen, der mit Kill Bill und Species auch schon für erfolgreichere Produktionen vor der Kamera stand. Für Piranhaconda wurde er scheinbar ans Set geprügelt. Spaß sieht jedenfalls anders aus. Aber auch andere Darsteller wird man sicherlich zukünftig nicht als Leinwandgrößen wiedersehen.

Fazit: Der Film ist sicherlich nicht die goldene Ananas der Trashfilme, aber auch nicht die goldene Himbeere. So gesehen ist der Film ein kleiner, netter Appetithappen für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eben ein Film für Trashfans.

Wertung: 2 von 5 

von Bernd Lebe