Insidious 3

Metadaten
Titel Insidious: Chapter 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang
Original Titel Insidious: Chapter 3
Regisseur Leigh Whannell
Laufzeit 1 h 37 min
Zertifikation FSK ab 16
Starttermin 4 Juni 2015

Insidious 3

Insidious 3
6

Wertung

6/10

    Pro

    • gute Effekte
    • gute Darsteller

    Contra

    • wenig originell
    • übertriebenes Finale
    Plakat von ""

    © Sony Pictures

    Story: Zunächst fühlen sich Sean Brenner und seine Tochter Quinn in ihrer neuen Nachbarschaft in Chicago eigentlich ganz wohl. Quinn verknallt sich prompt in den Nachbarsjungen Hector, der sie ein wenig von der Trauer um ihre tote Mutter Lillith ablenkt. Doch als Quinn das Medium Elise Rainier bittet, für sie in Kontakt zu ihrer Mutter zu treten, kommt es zu einer dramatischen Wendung: Der Ruf des Mediums wird im Jenseits nicht nur von Lillith wahrgenommen, sondern auch von anderen Wesen, die sich nun ihren Weg ins Diesseits bahnen und Quinn heimsuchen. Medium Elise muss nun alles daran setzen, die dunkle und außerordentlich tödliche Macht wieder zu vertreiben und holt sich dafür die Hilfe der Geistesjäger Tucker und Specs.

    Kritik: Auf ein drittes Mal. Nach den durchaus brauchbaren Filmen Insidious und Insidious 2 folgt nun völlig logisch auch Insidious 3. Und während ich diese Zeilen schreibe, ist auch bereits Insidious 4 beschlossene Sache. Aber schauen wir uns nun Kapitel 3 genauer an. Zum ersten Mal in der Reihe sitzt nämlich nicht James Wan auf dem heiligen Regiestuhl, sondern Leigh Whannell, der bis dato am Schreiben der Skripts für die Reihe beteiligt war. Außerdem war er einer der kreativen Köpfe im SAW-Franchise.

    Dabei sei erwähnt, dass Insidious 3 keine Fortsetzung ist, sondern ein Prequel, da er zeitlich vor dem ersten Film angesiedelt ist. Sieht man von ein paar kleineren Anspielungen ab, ist nicht mal die Kenntnis der beiden anderen Film notwendig, um Insidious 3 zu schauen. Und da liegt auch schon ein sehr großes Problem den dritten Kapitels. Er spielt zwar ganz klar im Insidious-Universum fügt diesem aber rein gar nichts Neues hinzu. Viel mehr erzählt er eine ziemliche Standard-Gruselgeschichte, die absolut solide inszeniert ist, aber eben auch ähnlich schon 1000mal verfilmt wurde.

    So fehlt Insidious 3 zunächst ein wenig Tempo. Zwar ist Töchterchen Quinn durchaus ein Sympathieträger, aber Spannung oder gar Schocks sind zunächst einmal recht lange nicht zu spüren. Dabei schafft es der Film dieses Verhältnis innerhalb einer halben Stunde vollständig umzukehren. Was zu Beginn noch zu wenig ist, wird in der zweiten Filmhälfte derart inflationär eingesetzt, dass es hinsichtlich der Schockwirkung kontraproduktiv wirkt. Man hat den einen Erschrecker gerade verdaut, dann folgt der Nächste etc etc. Es wird irgendwann einfach zur reinen Effekt-Action-Hascherei, die dadurch einfach wenig Atmosphäre erzeugt.

    Prinzipiell war das bereits bei den ersten beiden Insidious-Filmen für mich ein großer Kritikpunkt. Die Drehbücher kommen stets irgendwann an einen Overflow-Punkt. Hier wäre etwas mehr Zurückhaltung vielleicht deutlich effektiver.

    Fazit: Fans der Reihe erhalten mit Insidious 3 genau das was sie erwarten. Überraschungen oder Originalität sollte man nicht erwarten. Die Effekte sind dafür gelungen und die Darsteller souverän. Damit ist Insidious 3 technisch gute Gruselkost, die man sich gut anschauen kann, aber nicht zum Pflichtprogramm zählt.