Creature

Metadaten
Titel Creature - Die Legende vom Monster aus dem Sumpf
Original Titel Creature
Regisseur Fred Andrews
Laufzeit 1 h 33 min
Zertifikation 18
Starttermin 9 September 2011

Mit Creature – Die Legende vom Monster aus dem Sumpf legt Fred Andrews sein Regie-Debüt vor, welches sich als etwas unrunder Genre-Mix präsentiert. So finden wir neben dem klassischen Creature-Feature auch zahlreiche Slasher-Elemente, was aber insgesamt alles nicht so recht zusammen passen mag.

Zunächst baut Creature mit einem hübschen Intro durchaus Atmosphäre auf und zeigt mit netten Intro-Gore-Effekten, was da noch so kommen mag. Doch leider wird Creature hinsichtlich den Gore-Effekten von Minute zu Minute unblutiger. Was im ersten Drittel noch voll gezeigt wird, passiert ab der Hälfte nur noch im Off der Kamera, was den Film natürlich seiner Partytauglichkeit beraubt, denn es sollte alleine schon von der Story her klar sein, dass hier kein ernster Horrorfilm lauert, sondern viel mehr Trash in Reinkultur, was nichts Schlechtes sein muss.

So bietet Creature zu Beginn neben netten Effekten auch die Trash-üblichen hübschen Ansichten diverser Damen, was die Männer-Runde frohlocken lässt. Doch leider baut Creature auch in dieser Hinsicht im weiteren Verlauf deutlich ab. Apropos Trash: Das Monsterdesign, welches ab der Mitte des Films auf den Zuschauer einwirkt, ist der Inbegriff von Trash. Wer einen ernsthaften Horrorfilm sehen wollte, schaltet spätestens jetzt ab, während Trash-Fans sich gegenseitig ihr Bier zu prosten. Als eine Mischung aus Nintendo’s Bowser und den Hero Turtles (Real-Verfilmung) versprüht die Kreatur nur wenig Schrecken, verleitet aber zu ausgiebigem Gelächter.

Leider wirkt es dennoch so, als wolle sich der Film selbst ernst nehmen, denn echte Gags, die sich hier definitiv angeboten hätten, sucht man(n) vergebens. Die Darsteller sind, bis auf Sid Haig recht beliebig und austauschbar, was aber in dem Genre soweit okay geht. Ein echter Murks ist dann das „große“ Finale. Wir wollen an dieser Stelle nicht zuviel verraten, aber überzeugend geht definitiv anders.

Fazit: Vom Ansatz her hätte Creature ein durchaus taugliche Party-Trash werden können. Doch leider verfolgt das Drehbuch diese Linie nicht wirklich, sondern versucht sich selber ernster zu nehmen, als das hinsichtlich der Story überhaupt möglich ist. Klar, es gibt eine handvoll ganz netter Effekte zu sehen und hey…Sid Haig ist mit dabei, aber das allein rettet den Film dann auch nicht. So bleibt ein Creature-Feature/Slasher-Mix, der schnell vergessen ist.