1

Cannibal – Sie Hat Dich Zum Fressen Gern

Metadaten
Titel Cannibal
Original Titel Cannibal
Regisseur Benjamin Viré
Laufzeit Länge unbekannt
Zertifikation 18
Starttermin 1 Oktober 2010

Von Beginn an gibt Cannibal ein recht ruhiges Erzähltempo vor und weckt zunächst mit seiner unterkühlten, schmutzigen Optik durchaus das Interesse des geneigten Zuschauers. Doch was dann folgt ist an Langatmigkeit kaum zu überbieten. Ohne jede Struktur plätschert das Geschehen so vor sich hin und spätestens als die drei „Jäger“ ins Spiel kommen, driften die wenigen Dialoge ins Bodenlose ab.

Ein Soundtrack ist quasi nicht vorhanden und die Darsteller wirken von dem Film genauso gelangweilt, wie der Zuschauer. Nach rund 60 Minuten springt der ohnehin schon unglaublich dunkle Film in den Schwarz/Weiss-Modus. Was damit im Film unterstrichen werden soll, ist klar, wirkt aber total aufgesetzt.

Überhaupt versucht sich Benjamin Vire ständig daran, möglichst hippe Independet-Kameraeinstellungen zu fabrizieren, um einen Anspruch im Film zu suggerieren, der in keiner Sekunde ernsthaft vorhanden ist. Im letzten Drittel verliert der Film den letzten Funken einer normalen Erzählstruktur und nervt mit Wackelkamera par exellence.

Fazit: Was soll das? Cannibal macht keinen Spaß, hat keinen Sinn und erzählt eigentlich auch überhaupt nichts. Die Grundstory ist irgendwo bei Jack Ketchum zusammen geklaut, aber ein Spannungsbogen oder gar Dramaturgie sind nicht einmal in Ansätzen vorhanden. Ein Totalausfall in allen Bereichen, der nur die ersten zwei Minuten mit seiner Optik punkten kann.

One Comment

Comments are closed.