Black Mountain Side

Metadaten
Titel Black Mountain Side - Das Ding aus dem Eis
Original Titel Black Mountain Side
Regisseur Nick Szostakiwskyj
Laufzeit 1 h 39 min
Zertifikation ab 16
Starttermin 23 September 2016
Plakat von ""

© Lighthouse

Story: Ein kleines Team von Archäologen entdeckt in der Wildnis Nordkanadas ein seltsames Gebilde, welches dort schon seit mehreren tausend Jahren unter Schnee und Eis begraben liegt. Als die Wissenschaftler um Professor Piers Olsen (Michael Dickson) und Projektleiter Francis Månro (Carl Toftfelt) mit der Erforschung der merkwürdigen Struktur beginnen, geschehen immer mehr rätselhafte Dinge. Erst verschwinden Arbeiter ohne jede Spur, dann fällt die Kommunikationsanlage aus und die Gruppe ist abgeschnitten von der Außenwelt. Die Einsamkeit wiegt schwer in der eisigen Berglandschaft. Doch damit hören die unerklärlichen Vorkommnisse nicht auf: Das Camp wird schließlich von einem unbekannten Bakterium kontaminiert. Den Forschern ist langsam klar, dass eine finstere Macht sie heimsucht und das ein bitteres Ende vor ihnen liegt.

Kritik: Nicht nur der deutsche Unteritel Das Ding aus dem Eis des kanadischen SciFi-Horror Black Mountain Side sorgt beim Publikum für Assoziationen mit John Carpenter’s Das Ding aus einer anderen Welt. Die Schneelandschaft, das Forscherteam…all das waren auch die Grundzutaten für Carpenter’s Klassiker. Und doch ist Black Mountain Side kaum vergleichbar.

Wer auf blutige Metamorphosen und schleimige Kreaturen steht, wird hier nicht glücklich, denn all das zeigt Black Mountain Side nicht im Ansatz. Hier läuft der Horror auf psychischer Ebene ab. Der Zuschauer ist dabei stets auf dem Wissensstand der Protagonisten und hat ebenfalls keine Ahnung, was in der verschneiten Landschaft für den Tod des ein oder anderen Charakters verantwortlich ist. Ein Alien? Ein Virus? Oder doch alles Wahnvorstellung.

Dumm nur, dass der Großteil dieser elementaren Fragen auch nach dem Abspann offen bleiben und man nurmehr die Möglichkeit hat zu spekulieren. Es gibt sicher Menschen, die an diesem Interpretationsspielraum ihre Freude haben werden, mir persönlich ist dieser aber deutlich zu groß.

Dabei kann der Film durchaus mit Atmosphäre punkten, wenn gleich das Erzähltempo ein wenig flach ausgefallen ist. Dennoch absolut solide Kost mit ordentlichen Darstellern. An diesem Punkt würde ich zum Originalton raten wollen, da die deutsche Synchronisation nicht ganz überzeugen kann.

Fazit: Subtiles Horrorkammerspiel, dass sehr viele Fragen in den Raum wirft und wenige Antworten gibt. So bleibt man, trotz guter, atmosphärischer Unterhaltung, am Ende etwas frustriert zurück. Wer einen Film, wie The Thing erwartet ist hier völlig falsch. Statt blutiger Mutationen, stehen hier eher philosophische Grundthemen, wie der Sinn des Lebens selbst im Mittelpunkt. Man muss sich auf Black Mountain Side einlassen können, dann wird man solide unterhalten. Fast schon ein wenig retro, denn diese Art des subtilen Horrors gibt es nur noch sehr selten.