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Big Bad Wolf

Metadaten
Titel Big Bad Wolf
Original Titel Big Bad Wolf
Regisseur Lance W. Dreesen
Laufzeit Länge unbekannt
Zertifikation 16
Starttermin 25 Oktober 2006

Kritik: Einmal mehr möchten wir euch, verehrte WTS-Gemeinde, eine ältere Klamotte präsentieren. Big Bad Wolf, eigentlich erst im Jahr 2006 entstanden macht er den Eindruck direkt den 80ern entsprungen zu sein. Eine Gruppe Teenager, die mit Sex, Drugs and Rock’n Roll in einer entlegenen Holzhütte Party feiern wollen und das in einer Vollmondnacht. Kann nicht gut gehen. Prompt kommt der fiese Werwolf und dezimiert die Gruppe bis auf zwei Protagonisten. Hat er gut gemacht, wer ist auch schon so blöd und macht Party, abseits der Zivilisation in einer Holzhütte, zur Vollmondnacht? Doch damit noch nicht genug. Wie sich im Verlauf des Films herausstellt hat einer der Überlebenden eine ganz spezielle Verbindung zu diesem animalischen Wesen.

Ohne jede Erwartung bin ich an diesen Werwolf-Film gegangen und wurde prächtig unterhalten. Nicht das wir uns falsch verstehen, an Ginger Snaps oder American Werwolf kommt dieser Film natürlich nicht heran, denn dafür ist er viel zu trashig. Aber wer sich für gut 90 Minuten einen unterhaltsamen, nie langweiligen Werwolfstreifen ansehen möchte, sollte sich Big Bad Wolf, zur nächsten Vollmondnacht, ruhig antun. Der Film bietet dem Zuschauer eine hervorragende Hommage an die 80er Jahre. Mehrmals fühlte ich mich an Freitag, der 13., oder an Die Nacht der Creeps zurückerinnert. Nicht unbedingt wegen des erhöhten Slasheranteils, den gibt es nämlich nicht in Big Bad Wolf, sondern mehr an die Art der Inszenierung durch Regisseur Lance W. Dreesen und der tollen Darstellung der größtenteils unbekannten jungen Darsteller, allen voran Kimberly J. Brown (Stephen Kings Haus der Verdammnis) in der Rolle der Sam Marche. Aber auch ein alter Bekannter David Naughton, jedem bestens aus American Werwolf bekannt, spielte eine kurze Gastrolle als Sheriff Joe Ruben.

Neben der flotten Inszenierung und den freudig agierenden Darstellern stach besonders der Grad der Gewalt positiv hervor. Da werden Beine und Köpfe abgerissen, ein Gesicht ausgehebelt, Oberkörper durchbohrt und diverse tiefe Kratzspuren in Nahaufnahme präsentiert. Stellenweise war ich sehr überrascht was man da für eine ungekürzte 16er Freigabe so alles sehen durfte. Danke FSK. Einzig allein der Werwolf war eine Katastrophe und erinnerte mich mehr an eine Mischung aus den Morlocks aus Die Zeitmaschine und einem heruntergekommenen Yeti im dunklen Fell.

Fazit: Manchmal wird man doch angenehm überrascht, so wie im Fall von Big Bad Wolf. Herzerfrischend gespielter Trash, im 80er Retro-Look inszeniert und mit tollen Make-up Effects versehen. Da stört es kaum das der Werwolf aussieht wie ein Bettvorleger für den ungeheizten Schlafzimmerboden.

Wertung: 3 von 5 Sternen

 

von Bernd Lebe

 

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