1

Backcountry

Metadaten
Titel Backcountry
Original Titel Backcountry
Regisseur Adam MacDonald
Laufzeit 1 h 32 min
Zertifikation 16
Starttermin 8 September 2014

Kritik: Im Untergenre des Tierhorror herrscht seit Jahren gähnende Langeweile. Ober-Trash, wie Sharknado und Million Dollar Crocodile sind da schon die Krone der Schöpfung. Anwärter in diesem Bereich, die es ernst meinen, scheitern in schöner Regelmäßigkeit.

Nun versucht sich die kanadische Produktion Backcountry an einer Geschichte, die auf einem wahren Fall in Alaska aus dem Jahr 2005 basiert. Dort wurde ein Camper-Paar im Zelt von einem Bär angegriffen.

Von der ersten Sekunde an zeigt sich Backcountry äußerst stilsicher. Die Optik ist stets hochwertig und es gibt nie den Hauch von B-Movie-Look. Dazu tragen auch die guten und ebenso sympathischen Darsteller bei. Den letzten Schliff gibt es dann durch die gelungene, deutsche Synchronisation, was ja mittlerweile alles andere als selbstverständlich ist.

Backcountry baut die Spannung recht langsam auf und das ist auch eigentlich schon der einzige Kritikpunkt. Die Handlung wirkt in den ersten 60 Minuten etwas gestreckt und es entsteht ein Hauch von Länge. Dabei steigert sich aber die Bedrohung aus den Tiefen der Wälder kontinuierlich.

Als dann der Bär seinen Auftritt hat, war ich doch einigermaßen erstaunt. Zu sehr hatte ich einen bescheiden animierten CGI-Bär erwartet. Aber weit gefehlt. Der Bär in Backcountry ist ein echter und es war sicher kein Leichtes das Geschehen derart sehenswert zu inszenieren. Auch die restlichen Effekte, die für eine FSK 16 recht zeigfreudig sind , sind handgemacht und sehen absolut überzeugend und realistisch aus. Bravo!

Fazit: Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber Backcountry ist ohne jeden Zweifel der beste Tierhorror seit Lake Placid. Atmosphärisch dicht, technisch nahezu perfekt und dazu tolle Darsteller. Herz was willst du mehr? Backcountry ist Pflichtprogramm für alle die auch nur ein klein wenig Interesse an Tierhorror haben.

Wertung: 4,5 von 5 

von Jörg Großmüller