10 Cloverfield Lane

Metadaten
Titel 10 Cloverfield Lane
Original Titel 10 Cloverfield Lane
Regisseur Dan Trachtenberg
Laufzeit 1 h 40 min
Zertifikation FSK ab 16
Starttermin 31 März 2016

10 Cloverfield Lande

10 Cloverfield Lande
7

Wertung

7/10

    Pro

    • sehr spannend
    • toll gespielt

    Contra

    • Logiklöcher
    • fragliches Ende
    Plakat von ""

    © Paramount

    Story: Ein Mädchen namens Michelle erwacht im Keller eines Fremden, nachdem sie in einen Autounfall verwickelt worden war. Der Fremde erklärt ihr, dass sie unbedingt bleiben müsse, da die Welt draußen nicht mehr sicher sei und die Menschheit gerade ihrem Ende entgegen geht.

    Kritik: Fast 10 Jahre ist es her, dass J.J. Abrams mit Cloverfield einen ziemlichen Überraschungshit in den Kinos landete. Ungewöhnlich und total spannend die Mischung aus Godzilla und Blair Witch Project. Nun steht mit 10 Cloverfield Lane die Fortsetzung an, die ab dem 31. März 2016 in den deutschen Kinos zu sehen sein wird.

    Dabei verfolgt die Geschichte einen völlig anderen Ansatz als Cloverfield selbst, weshalb es auch Sinn macht den Film nicht einfach Cloverfield 2 zu nennen, denn das verändere die Erwartungshaltung des Publikums zu sehr. Das liegt vor allem daran, dass 10 Cloverfield Lane eigentlich nicht mal mehr im selben Genre, wie Cloverfield spielt.

    Regisseur Dan Trachtenberg liefert mit 10 Cloverfield Lane quasi sein Debut ab und hält sich von Anfang an nicht lange mit Nebensächlichkeiten auf. Bereits nach wenigen Minuten fährt der Zuschauer das erste Mal unweigerlich zusammen. Cineasten werden nebenher ein sehr eigenes Sound-Design bemerken, dass den Film zu Beginn sehr intensiv wirken lässt. Leider behält Trachtenberg dieses Sound-Stakkato nicht konsequent bei.

    John Goodman mimt Howard, den Erbauer der Bunkeranlage ziemlich genial und schwankt zwischen den guten und nicht so guten Facetten seines Charakters gekonnt hin und her, so dass er den Zuschauer schon mehr als einmal ziemlich überrascht in seiner Art zu handeln. Eine wirklich beachtliche Performance.

    Das weibliche Gegenstück Michelle, gespielt von Mary Elizabeth Winstead, liefert auch souverän und glaubhaft ab, wenn gleich mir ihre Rolle an manchen Stellen etwas zu erfinderisch und tough zu sein scheint. Das allerdings ist eine Facette, die im modernen Kino wohl einfach dazu gehört. Was hätten es Jason, Michael und Co in den 1980ern schwer gehabt, wenn ihre Opfer stets so starke Kämpferinnen gewesen wären, wie es im heutigen Horrorfilm üblich ist. Da wird nicht mehr dickbusig im Wald rumgestolpert….heute bauen die Mädels schneller aus einer Krücke einen Speer als man MacGyver sagen kann.

    Sind die Fronten dann nach rund 15 Minuten erstmal geklärt entwickelt sich ein echtes Kammerspiel, dass sich zwischen Kampusch-Film 3096 Tage und Der Marsianer positioniert. Dabei hätte man sich hier etwas mehr Zeit lassen können für die Entwicklung der Protagonisten untereinander, denn neben Howard und Michelle, gibt’s ja auch noch Emmet, der zunächst kaum Probleme darin sieht im Bunker zu bleiben.

    In der zweiten Filmhälfte spitzt sich die Lage dann ziemlich zu und es ist schwer den Film näher zu erläutern ohne zuviel zu verraten, was ich an dieser Stelle definitiv nicht tun will. 10 Cloverfield Lane gehört nämlich ganz klar zu den Filmen, von denen man möglichst wenig wissen sollte und die stark vom Aha-Effekt beim ersten Anschauen profitieren.

    Im Finale wird es dann etwas kurios und zugleich wird die Auflösung die Zuschauer sicherlich spalten. Am Ende ist es eine Frage des Geschmacks, wenngleich ich mir persönlich einen anderen Schluss gewünscht hätte.

    Fazit: Niemand, absolut niemand sollte 10 Cloverfield Lane zu sehr mit Cloverfield vergleichen, da die beiden Filme viel zu verschieden sind. Im Grunde ist es nicht einmal relevant, ob man den Vorgänger gesehen hat. Wer mit ruhigeren Filmen mit wenigen Actionsequenzen nichts anfangen kann, der ist hier fehl am Platz. Ebenso sollte man sich nicht allzu oft die Logik-Frage stellen. Wenn man das alles ausblendet bekommt man einen ungemein spannenden Thriller, der hervorragend gespielt ist und so manche Überraschung liefert.

    Meldungen

    29.03.2016 – Kino-Vorschau: 10 Cloverfield Lane

    23.03.2016 – 10 Cloverfield Lane erhält Jugendfreigabe