Lucien Förstner

Mit Bela Kiss: Prologue startet am 10. Januar 2013 ein interessanter, deutscher Horrorfilm in den Lichtspielhäusern. Es ist der Debutfilm von Regisseur Lucien Förstner.

Die Story: Zu Beginn des ersten Weltkrieges schockt ein Serienkiller die Bevölkerung. Seine 23 Opfer werden in Metallfässern entdeckt, grausam entstellt und völlig blutleer. Doch er wird nie gefasst. Gut 100 Jahre später tauchen Bankräuber in einem abgelegen Hotel unter. Grausame Ereignisse überschlagen sich und bauen eine Brücke in die Vergangenheit. So entwickelt sich der vermeintlich sichere Ort bald zum Albtraum.

Grund genug uns mit Lucien Förstner zu treffen.

WatchTheShit: Was hat dich auf die Idee zu Bela Kiss: Prologue gebracht?
Lucien Förstner: Sylvia (Produktion), Steven (VFX-Supervisor), Eric (Casting & Schnitt) und ich hatten vor einen Film über einen fiktiven Serienmörder zu machen.
Ich recherchierte diesbezüglich in einer Serienmörder-Enzyklopädie und so stieß ich
zufällig auf Bela Kiss. Die wahre Geschichte dieses Mannes zog mich sofort in ihren
Bann. Ich zeigte es den anderen, die auch sofort Feuer und Flamme für diese Geschichte
waren.
Und so beschlossen wir: Lasst uns einen Film über Ungarns bekanntesten Serienmörder
machen: Bela Kiss!

WTS: Für die Gorehounds unter uns: Wie hart sind die Effekte im Film geworden?
Förstner: Ich glaube uns ist eine gute Mischung aus im Bild direkt gezeigter Gewalt und Kopfkino gelungen.

WTS: Die FSK hat den Film ab 18 freigegeben. Waren dazu Schnitte nötig?
Förstner: Nein. Der Film wird zum Glück und zu unserer Erleichterung so in die deutschen Kinos kommen, wie wir ihn uns vorgestellt haben.

WTS: Im Titel steht „Prologue“…ist eventuell eine Fortsetzung geplant?
Förstner: (lacht) Ja, darauf spielt es an. Bela Kiss: Prologue ist mehr ein Auftakt für eine
viel größere Geschichte.

WTS: Gibt es eine bestimmte Szene, die am schwersten zu Drehen war?
Förstner: Ich denke das waren sicher die fünf Tage in denen wir den Showdown gedreht haben. Wir haben dafür einen Keller einige Zentimeter unter Wasser gesetzt. Das war sehr
anstrengend für die Crew und vor allem für die Schauspieler. Die Crew musste die ganze
Zeit in Gummistiefeln herum laufen und besonders auf die Technik acht geben. Die
Schauspieler mussten völlig durchnässt durch den Keller robben. Das war sehr
kraftraubend, da das Wasser aus Produktionsgründen zudem auch noch eiskalt war.

WTS: Welchen Bezug hast du zum Horrorgenre und was sind dort deine Favouriten?
Förstner: Mein erster Kurzfilm, den ich in der Schule gedreht habe, war ein Horrorfilm.
Jetzt ist mein erster Spielfilm auch wieder ein Horrorfilm. So schließt sich der Kreis für
mich. Ich stehe total auf Marcus Nispel’s Texas Chainsaw Massacre, eines der
wenigen, wirklich guten Remakes, vielleicht zusammen mit Ajas‘ The Hills Have Eyes.
Außerdem stehen The Shining, Evil Dead und Hellraiser noch ganz weit
oben auf meiner persönlichen Favoritenliste.

WTS: Würdest du gerne ein Remake zu einem Horrorfilm drehen und wenn ja zu welchem?
Förstner: Ein Remake, das noch nicht gedreht wurde? (grinst) Da muss ich erst mal überlegen. Ich glaube ich würde mich gern an ein Hellraiser-Remake wagen.
Da ist ja schon recht lange eins in der Pipeline glaube ich, bis jetzt aber noch nichts
realisiert worden.

WTS: Hast du Vorbilder, was die Regiearbeit angeht?
Förstner: Stanley Kubrick, James Cameron, David Fincher, Christopher Nolan und ich mag die Arbeiten von Alexandre Aja.

WTS: Gibt es schon Pläne, was du als nächstes Projekt angehen willst?
Förstner: Ja, aber noch nichts Spruchreifes. Jetzt müssen wir erst mal schauen wie Bela Kiss: Prologue ankommt.

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