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Review: WOLFCOP

wolfcop

copyright Ascot Elite

Wolfcop (Kanada 2014)

Regie: Lowell Dean

Mit: Leo Fafard, Amy Matysio, Jonathan Cherry, Sarah Lind

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 18. November 2014

Story: Ein Bilderbuch-Cop war Lou nie: Alkoholabhängig, respektlos und ohne Motivation ging er seinem Job nach. Mehr oder weniger zumindest. Bis sich sein eintöniges, vom Suff geprägtes Leben auf einen Schlag ändert. Eines Nachts wird er nichtsahnend nach einem seiner Saufgelage von einer okkulten Satans-Sekte in einen reißenden Werwolf verwandelt. Bei Vollmond sorgt Lou fortan als betrunkener Wolfcop für Ordnung und Gerechtigkeit! Mit einem unstillbaren Hunger nach Gerechtigkeit, Donuts und Schnaps! Er ist knallhart. Er ist Cop. Und … er haart!

Kritik: Es dürfte offensichtlich sein und doch weisen wir an dieser Stelle nochmals darauf hin: Wolfcop ist nicht ernst gemeint. Nein, nicht einmal im Ansatz. Er ist Trash pur und genau das will er auch sein.

Was haben die Vampire und Zombies dieser Welt in den letzten Jahren das Genre überflutet. Man konnte echt meinen es gäbe keine anderen Kreaturen in der Horrormythologie. Der Werwolf hingegen kam in den letzten Jahren hingegen eher selten zum Zug, was wohl nicht zuletzt an den benötigten Spezialeffekten liegt.

Hier können wir schon einmal Entwarnung geben, denn in Wolfcop werden wir von CGI-Effekten der schwachen Sorte verschont. Noch besser: Es gibt überhaupt keine CGI-Effekte. Alles ist handgemacht und das sieht in weiten Teilen sehr gut aus.

Das Skript hingegen offenbart so manche Schwäche. Zum einen vergeht für diese Art Film viel zu viel Zeit bis es zur Sache geht und zum anderen zünden viele Gags nur jenseits der 1-Promille-Grenze. Wer sich auf den zotigen Humor einlassen kann, wird jedoch gut unterhalten.

Wenn es dann zum ersten Mal wirklich haarig wird, steigt auch der Splatterfaktor, der für eine Freigabe ab 16 Jahren einen durchaus hohen Härtegrad beweist. Durch den trashigen Look geht aber eben auch jeder Hauch von Härte zeitig über Board.

Die Geschichte selbst bietet stereotype Charaktere und keine sonderlichen Überraschungen, reicht aber aus um die knappen 80 Minuten nicht zu langweilen. Abgerundet wird alles von einem schönen Retro-Soundtrack, der 80er-Fans einen Grinsen ins Gesicht zaubern wird.

Fazit: Trotz seiner relativ übersichtlichen Laufzeit leistet sich der Wolfcop recht viel Anlaufzeit. Dafür gibt es gute und handgemachte Effekte zu sehen. Der zotige Humor ist für einen netten Männerabend mit viel Bier durchaus zu gebrauchen. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass hier irgendwie mehr drin gewesen wäre.

Wertung: 5,8/10

One Comment

  1. „Der zotige Humor ist für einen netten Männerabend mit viel Bier durchaus zu gebrauchen.“

    Da bin ich dabei, werde den mal beim nächsten „Männer“abend mitbringen 😉

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