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Review: SILENT NIGHT

silentNight

copyright Pierrot LeFou

Silent Night (USA 2012)

Regie: Steven C. Miller

Mit: Malcom McDowell, Jaime King, Ellen Wong, Brendan Fehr

Freigabe: ab 18 / gekürzt (ca. 30 Sek)

Release: 05. Dezember 2014

Story: Deputy Sheriff Aubrey Bradimore könnte sich Schöneres vorstellen, als am eiskalten verschneiten Heiligabend Schicht zu schieben. Doch Verkehrschaos und Betrunkene sind bei Weitem nicht das Schlimmste, was ihr heute bevorsteht. Die Gerüchte von einem als Weihnachtsmann verkleideten Serienmörder reißen nicht ab und schnell folgt sie einer blutroten Spur durch den weißen Schnee. 

Kritik: 1987 erschien in Deutschland, der bereits 1984 abgedrehte Silent Night, Deadly Night oder im deutschen Stille Nacht, Horror Nacht betitelt. Darin dezimiert ein Weihnachtsmann in der kalten Jahreszeit die Bevölkerung eines kleinen Ortes. Nun liegt mit Silent Night das Remake dazu vor, welches sich aber nur grob an der Vorlage orientiert. Ein wirklicher Vergleich der beiden Filme ist somit reichlich überflüssig.

Als erstes fällt bei Silent Night die Besetzung auf. neben Routinier Malcom McDowell spielt Jaime King die Heldin des Films, eine Rolle, die sie bereits in einem anderen Remake gut verkörperte. In Mother’s Day spielte sie die wehrhafte Beth, die sich den Brutalo-Eindringlingen entgegen stellt. Auch in Silent Night liefert sie eine durchweg gute Leistung ab. Somit kann man, insbesondere für einen Slasherfilm, von einer klar überdurchschnittlichen Besetzung sprechen.

Der zweite, klar positive Aspekt sind die Gewalteffekte. Diese sind zwar nicht sonderlich häufig und auch der Bodycount erreicht keine großartigen Höhen, dafür sind alle Effekte handgemacht und visuell absolut überzeugend. Ein Hürde, die heutzutage bei weitem nicht jede Horrorproduktion nimmt. Regisseur Steven C. Miller hatte zuletzt in Under The Bed sein Faible für handgemacht Effekte erfolgreich unter Beweis gestellt

Weiter geht es mit dem wunderbaren Score, der zu jeder Zeit passt und sich nahtlos in das leichte 80er/90er-Feeling eingliedert. Harte Gitarrenriffs und leise Klaviermelodien wechseln sich ab.

Aber wo Licht ist, ist zumeist auch Schatten und davon ist auch Silent Night nicht aus zunehmen. Insbesondere das Erzähltempo hätte etwas straffer sein dürfen. Während sich die Ereignisse gegen Ende quasi überschlagen, zieht sich die erste Filmhälfte doch ganz schön in die Länge. Ebenso hätte der bereits oben erwähnte Bodycount ein wenig höher ausfallen können.

In der FSK-geprüften Fassung (FSK 18) wurden rund 30 Sekunden gekürzt, meist kurze Gewaltspitzen, aber auch ein etwas längerer Schnitt trüben die Freude. Abhilfe schafft das Spio/JK-freigegebene Mediabook, das ungekürzt in Deutschland veröffentlicht wurde.

Fazit: Remakes sind ja immer so eine Sache. Im Fall von Silent Night hat es sich allerdings definitiv gelohnt. Slasherfans kommen hier voll auf ihre Kosten und werden mit überdurchschnittlicher Genrekost verwöhnt, die zu Beginn etwas Anlaufzeit benötigt, später dann aber umso mehr Spaß macht. Dazu kommen gelungene, handgemachte Effekte, die das Retro-Herz erfreuen. Für Slasherfreunde ist Silent Night ein MustSee.

Wertung: 7,7/10

von Jörg Großmüller

 

 

 

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