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Review: [REC]4 – APOCALYPSE

rec4

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[REC]4: Apocalypse (Spanien 2014)

Regie: Jaume Balaguero

Mit: Manuela Velasco, Hector Colome, Maria Alfonsa Rosso

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 19. Dezember 2014

Story: Die junge Reporterin Ángela (Manuela Velsaco) kann sich nicht mehr an die jüngsten Geschehnisse erinnern. Nicht, wie sie im Rahmen ihrer Reportage „Während sie schlafen“ von der Feuerwehr in ein Wohnhaus geführt wurde, um zu zeigen, wie eine normale Nacht der Feuerwehr aussieht und auch nicht, wie das Wohnhaus von den von einem Zombievirus grausam mutierten Bewohnern überrannt wird. Mit Hilfe der Armee schafft sie es grade noch aus dem Haus und wird von den Soldaten in eine provisorische Quarantäne-Einrichtung auf einer Ölbohrinsel gebracht. Was weder Ángela und die Soldaten wissen: Ángela trägt den Ur-Virus in sich und ist immun dagegen…Auf der Ölbohrinsel wird sie den zweifelhaften Untersuchungen von Dr. Ricarte (Héctor Colomé) ausgesetzt und ein erneuter Ausbruch des Virus steht unmittelbar bevor…

Kritik: Vor und zwei Jahren konnte [REC]3: Genesis mit einer sauberen Wertung von 8,0 unseren Award für den besten Zombiefilm des Jahres abstauben. Nun steht mit [REC]4: Apocalypse der nächste Teil der spanischen Zombiereihe in den Startlöchern. Dabei greift er vor allem die Handlung aus den ersten beiden Teilen auf, verleugnet aber auch den dritten Part nicht.

So finden wir uns ohne große Umschweife auf einem Schiff wieder, dass zugleich als Forschungslabor und Quarantäne-Station dient. So sehen sich Überlebende aus den Vorläufern, neben der viralen Bedrohung auch relativ skrupellosen Forschern ausgesetzt. Dabei erscheint die Grundidee die Handlungen aus den Vorgängern nun in einem vierten Teil zusammen zu führen absolut clever und überzeugend.

Leider plätschert die Handlung dann sehr lange vor sich hin ohne größere Sprünge zu machen. Dabei trüben vor allem die recht schwachen CGI-Effekte das Gesamtbild. Ohnehin gibt es in [REC]4 nur recht dezente Gewaltszenen zu sehen. Entweder geschehen diese im Off der Kamera oder die Computereffekte wirken unrealistisch.

In der zweiten Hälfte gibt es dann doch etwas mehr Action zu sehen und das Tempo beginnt deutlich anzuziehen. Dabei bleiben größere Überraschungen allerdings aus. Die Darsteller machen einen soliden Job, haben aber mit den teils stereotypen Charakteren im Skript zu kämpfen. Ebenso wäre aus dem Setting der engen Gänge auf dem Transportschiff deutlich mehr herauszuholen gewesen.

Unverständlicherweise verlässt der vierte Film komplett das Genre des Found-Footage-Horrors. Also keine Wackelkamera und Egoperspektive. Prinzipiell kein Problem, aber im Falle von [REC] ist es schon etwas befremdlich, da es eine Art Erkennungsmerkmal der Reihe darstellte.

Das Finale birgt dann aber doch wieder einen deutlichen Cliffhanger auf einen eventuell fünften Teil der Reihe, obwohl ursprünglich vom Abschluss der Reihe die Rede war. Bleibt abzuwarten, was da in den nächsten Jahren noch auf uns zu kommt.

Fazit: Nach den beiden ernsten Teilen und dem etwas überdrehteren Teil 3 folgt nun wieder ein ernsterer Vertreter. Leider überzeugt [REC]4 nicht in jeder Hinsicht. Vor allem die platten Charaktere und die teils schwachen CGI-Effekte trüben das Bild. Ansonsten gibt es eine nette Weiterführung der Geschichte und solide, wenn auch etwas zahnlose Zombie-Action.

Wertung: 6,0/10

von Jörg Großmüller

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