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Review: ANNABELLE

annabelle

copyright Warner Bros.

Annabelle (USA 2014)

Regie: John R. Leonetti

Mit: Eric Ladin, Annabelle Wallis, Michelle Romano

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Kinostart: 9. Oktober 2014

Story: John und Mia sind ein glückliches junges Paar, das ein Baby erwartet. John überrascht die passionierte Puppensammlerin mit einem ganz besonderen, wertvollen Exemplar im weißen Kleid. Mia ist begeistert von dem Geschenk und stellt sie in das Regal zu ihren anderen Sammelstücken. Die beiden ahnen nicht, was sie damit in ihr zuHause gelassen haben. Das Grauen schlägt blutig zu und die Puppe namens Annabelle entwickelt ein Eigenleben.

Kritik: Da ist es nun, das Spin-Off zum Gruselhit The Conjuring von Regisseur James Wan. Diesmal im Mittelpunkt des Geschehens: die Puppe Annabelle, die in The Conjuring nur eine Randnotiz darstellte.

Die Vorzeichen für einen angenehmen Gruselabend sind also gegeben, auch wenn Annabelle nicht von James Wan selbst inszeniert wurde. Ein Umstand, der dem geübten Auge sehr schnell auffällt. Zu detailarm und steril wirkt die Umgebung und die Ausstattung der Sets. Auf dem Regiestuhl sitzt hier John R. Leonetti. Wer? Ja, ich musste auch nachschauen und kam zu dem Ergebnis, dass Leonetti bisher nur wenige Filme gemacht hat, darunter die Trash-Verfilmung Mortal Kombat 2 und der schwache Butterfly Effect 2.

Die Geschichte wird routiniert erzählt, überrascht den Genre-Kenner allerdings auch in keinster Weise. Dazu kommt, dass hier tatsächlich sehr lange so gut wie nichts passiert. Das Skript wirkt somit ziemlich in die Länge gezogen, ohne allzu viel Substanz unter Beweis zu stellen.

Die Darsteller hingegen machen einen soliden Job und vermitteln die Charaktere recht glaubhaft und sympatisch. Wenn Annabelle dann erst einmal in Fahrt kommt, dann ist der Grusel definitiv auch gegeben. Zwei bis Drei Schockmomente sitzen richtig gut und spätestens, wenn es mit dem Fahrstuhl in den Keller geht, stellen sich beim Zuschauer die Nackenhaare.

Dabei erinnert das Dämonendesign sehr stark an die Insidious-Filme, was man nun mag oder eben auch nicht. Sonderlich eigenständig ist das hier selbstredend natürlich nicht geraten. Einschließlich dem Finale, bleiben Überraschungen und Wendungen Fehlanzeige.

Fazit: Ja, Potenzial gibt es reichlich und ja, insbesondere in der Filmmitte hat Annabelle durchaus seine Momente. Insgesamt reicht das aber nicht, um den Gruselstreifen aus dem Mittelmaß zu heben. Am Ende ist Annabelle ein Gruselstreifen von der Stange, der mit seinem Vorbild The Conjuring kaum mithalten kann. Damit ist der Film auch kein Must-See. Insbesondere Gruselfilm-Veteranen haben das alles schon mindestens 10mal gesehen.

Wertung: 5,6/10

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