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Review: THE QUIET ONES

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copyright Ascot Elite

The Quiet Ones (GB 2014)

Regie: John Pogue

Mit: Olivia Cooke, Jared Harris, Sam Clafin

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 26. August 2014

Story: Paranormale Phänomene sind das Resultat von negativer menschlicher Energie. Aufgrund dieser Theorie wagt ein unorthodoxer Professor mit seinen besten Studenten ein gefährliches Experiment: das Heraufbeschwören eines Poltergeistes. Scheinbar ohne Gewissen führt die Gruppe eine Reihe von Tests an einer jungen Frau durch. Ihr Ziel: ihren Verstand zu brechen, sie in den Wahnsinn zu treiben und so einen Dämon in ihr herauf zu beschwören. Doch das Jahrtausende alte Böse ist schon längst nicht mehr aufzuhalten. Als sich der Dämon das erste Opfer holt, geraten die heraufbeschworenen dunklen Mächte völlig außer Kontrolle…

Kritik: Mit dem Attribut „legendär“ sollte man sparsam hantieren, doch im Falle der eben legendären Hammer Studios ist es eine durchaus gerechtfertigte Wortwahl. In den 1960ern und 70ern war das Studio der Nabel der Horrorwelt und zeichnete sich u.a für zahlreiche Dracula- und Frankensteinfilme mit Peter Cushing und Christopher Lee verantwortlich. Ende der 70er verschwand das Studio langsam von der Bildfläche und brachte 2012 mit Die Frau in Schwarz ein recht beachtliches Comeback auf die Leinwand.

Nun liegt mit The Quiet Ones eine weitere Produktion der Hammer Studios vor. Hierbei handelt es sich um einen okkulten Gruselstreifen, der lose auf einen Experiment aus den 1970er-Jahren basiert. Dabei erinnert er in Phasen an den 90er-Streifen Flatliners ohne jedoch dessen Atmosphäre zu erreichen.

Das liegt vor allem daran, dass die Inszenierung zu langatmig geraten ist. Lange Zeit passiert hier nicht viel und wenn es dann im letzten Drittel mal los geht, können die CGI-Effekte nur bedingt überzeugen. Ein echtes Problem für einen Gruselstreifen der anno 2014 eine Unmenge an ähnlich gelagerten Filmen zur Konkurrenz hat.

Dabei sind die Vorzeichen gar nicht mal so schlecht, denn Olivia Cooke, manchen vielleicht bekannt als die Freundin von Norman Bates im Serien-SpinOff Bates Motel, spielt ihre Hauptrolle durchaus überzeugend und auch das Sound-Design kreiert einen durchaus klassischen Grusel.

Das alles reicht aber leider nicht, um das dünne Drehbuch über 90 Minuten spannend zu halten. Insbesondere dem eigentlichen Experiment kommt zu wenig Anteil zu und so dürfte gut 50% der Zuschauer bis zum Showdown bereits die Geduld und damit das Interesse abhanden gekommen sein. Wer allerdings doch bis zum Ende wach bleibt, wird mit einer stimmigen Auflösung belohnt, die zumindest etwas für die Langeweile der ersten beiden Drittel entschädigt.

Fazit: Nun, die Vorzeichen für The Quiet Ones stehen eigentlich nicht schlecht, doch leider schafft es Regisseur John Pogue nicht die Geschichte rund um das Experiment spannend zu inszenieren. So entsteht erst einmal eine Menge Leerlauf bis es dann gegen Ende doch noch spannend wird. Dafür gibt es aber zumindest gute Darsteller und eine hörenswerte Soundkulisse. Zu mehr als einer durchschnittlichen Wertung reicht das dann allerdings nicht aus.

Wertung: 5,1/10

von Jörg Großmüller

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