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Review: IM BANN DER HEXE

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Im Bann der Hexe (USA, 2012)

Originaltitel: The Wicked

Regie: Peter Winther

Mit: Devon Werkheiser, Justin Deeley, Cassie Keller

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 05. Juni 2014

Story: Als die kleine Amanda plötzlich spurlos verschwindet ist für eine Gruppe Jugendlicher die Sache sofort klar. Die fleischfressende Hexe, welche seit Ewigkeiten in einem kleinen Geisterhaus im Wald leben soll, steckt dahinter. Aber ist das nur eine alte Legende oder steckt da wirklich mehr hinter diesem Mythos?

Kritik: Man nehme die bekannten Zutaten: Eine alte Legende, verschwundene kleine Kinder, ein Geisterhaus, eine alte Hexe und ein paar schnuckelige Teenies und fertig ist die Mixtur für einen Horrorfilm.

Das dieser aber nicht nur ein aufgebrühtes Hexensüppchen werden muss, beweist Regisseur Peter Winther, der in vielen Produktionen von Roland Emmerich als Produzent fungierte. Hier setzte er sich auf den Regiestuhl und machte, so viel sei schon jetzt verraten, einen guten Job. Klar, die Story ist völlig Oldschool und der Film ist es auch. Trotzdem hat der Streifen etwas erfrischend Jugendliches und macht jede Menge Freude anzusehen. Es ist nicht der übliche B-Movie Quatsch, mit total überdrehten Teenagern, einer platten Story und einem hanebüchenem Ende. Peter Winther nimmt sich die Zeit seine Charaktere in die Geschichte einzuführen. Auch wenn die ersten 30 Minuten ein wenig zäh wirken, der Film gewinnt danach rasant an Fahrt und präsentiert neben guten Effekten, einer geradlinigen Storyline, tollen Kamerafahrten und guten Charakteren jede Menge Fun.

Wo es viel Licht gibt, gibt es leider auch viel Schatten. In den dramatischen Szenen erreichen die jungen Darsteller recht schnell ihre schauspielerischen Grenzen. Ich habe ihnen nicht immer ihre panischen Ängste abgenommen. Kein Wunder, sind die meisten eher aus komödiantischen Serien wie Drop Dead Diva und Will & Grace bekannt. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme, die junge Amanda Drake (Caitlin Carmichael) haut einen voll aus den Strümpfen und ich verwette meinen Redaktionsjob bei WatchTheShit.de darauf, dass man von diesem Mädchen noch jede Menge sehen wird. Keine Ahnung was die Macher mit der Kleinen angestellt haben, aber mit welch spürbarer Angst sie ihre Rolle gespielt hat ist beeindruckend. Vermutlich ist sie einfach ein riesiges Talent, welches sie auch schon in Serien wie True Blood und in der Stephen King Miniserie Bag of Bones unter Beweis stellen durfte.

Ein weiterer Negativpunkt ist leider das CGI-Blut, welches hin und wieder über die Linse der Kamera spritzt. Für mich unverständlich, es wäre in den betreffenden Szenen ein Leichtes gewesen echtes Kunstblut zu verwenden. Am Ende sei noch ein Fauxpas erwähnt, welcher einem Filmemacher niemals passieren darf. In Minute 75:17 stürzen die Jugendlichen durch eine Tür und man sieht deutlich einen Crewmember gebückt an der Wand sitzen. Solche und ähnliche Goofs findet man über den Film verteilt immer wieder und lenken von einem sonst guten Film ab.

Fazit:  Wie nach einer Frischzellenkur präsentiert sich das Hexenspektakel. Wäre der Film rund 10 Minuten kürzer, die Darsteller einen Tick überzeugender und man hätte die vielen kleinen technischen Fehler vermieden, so wäre eine sehr gute Note herausgekommen. Dennoch gute Unterhaltung…überraschend gut.

Wertung: 6,3/10

von Bernd Lebe

 

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