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Review: SILENT HILL – REVELATION 3D

silenthill3d

copyright Concorde
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Silent Hill: Revelation 3D (F, CAN, USA 2012)

Regie: Michael J. Bassett

Mit: Adelaide Clemens, Kit Harrington, Carrie-Anne Moss, Sean Bean

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 18. April 2013

Story: Einmal mehr kann Sharon ihren Dämonen nicht entkommen. Auch in ihrer neuen Schule macht sie sich mit ihrer abweisenden Art keine Freunde. Als sie eines Tages von der Schule nach Hause kommt, ist ihr Vater verschwunden und eine mit Blut an die Wand geschriebene Nachricht fordert sie auf: Komm nach Silent Hill!

Kritik: Ich will ehrlich sein, die Videospielreihe von Konami war noch nie mein großer Favorit. Zu verworren, zu fantasiereich war mir das ganze und ich fand einfach keine Charaktere, mit denen ich mich hätte identifizieren können. Ich stand eher auf der Seite von Capcom und habe mich lieber mit Zombies geprügelt. Das aber nur so am Rande.

Dennoch habe ich mir mal die 3D Fassung von Silent Hill: Revelation angesehen und war begeistert. Wenn man mal großzügig über die etwas sinnlose und teilweise verworrene  Handlung hinwegsieht und sich einfach an der Ausstattung, den tollen Sets, der phantastischen Atmosphäre und den Effekten berauschen lässt, dann ist der Film eine richtig gute kurzweilige Unterhaltung.

Die Darstellung von Sharon, die sich im neuen Teil Heather (Adelaide Clemens) nennt, ist wirklich gut. Wie sie ihre Mitschüler mit einem Monolog über sich schier zur Verzweiflung treibt ist gutes Schauspiel. Auch ihre Furcht vor den Dämonen ist klasse gespielt. Apropos Dämonen, diese sind in meinen Augen sehr gut aus den Spielen auf die Leinwand transportiert worden. Die zum Teil erschreckenden Monster werden so manchem Zuschauer, der bis dato nur hin und wieder einen Horrorfilm gesehen hat, ganz sicher eine schlaflose Nacht bereitet haben.

Die Filmsets wurden phantastisch umgesetzt. Der alte verlassene Rummelplatz wirkt sehr gruselig und stimmungsvoll, die unterirdischen Passagen sind an Abscheulichkeiten kaum zu überbieten. Dreckige, vollkommen versiffte Orte, an denen alle Arten von Ausgeburten, welche man sonst nur in der Hölle vermuten würde, ihr Unwesen treiben und dafür sorgen, dass einem ordentlich das Blut entgegen spritzt. Und genau das tut es in der 3D Fassung zu Genüge. Da werden Opfer von hinten erstochen und die Klingenspitzen schießen förmlich, beim Austritt aus dem Brustkorb, auf das Auge des Zuschauers, inklusive dem roten Lebenssaft. Klasse!

Aber nicht nur die technische 3D Umsetzung bei Gewalt fasziniert, das gesamte Setting ist atmosphärisch stimmig und bedrückend. Ich konnte mich gar nicht satt genug sehen, wenn Heather die scheinbar endlos langen Gänge entlang schreitet. Eine unglaubliche Tiefenschärfe fasziniert den Betrachter in nahezu jeder Einstellung.

Fazit: Ein Videogame, welches eine Spieldauer von 30-40 Stunden hat, in einen knapp 90-minütigen Film zu verpacken, ist ausgesprochen schwierig. Für Zuschauer, die das erste Mal eine Silent Hill Erfahrung machen, ist vieles unverständlich. Trotzdem war genau das, nicht alles haarklein erklären zu wollen, die richtige Entscheidung von Regisseur Michael J. Bassett. Man kann es nicht jedem recht machen und die meisten Zuschauer werden aus der Videogame-Reihe kommen. Ich bin mit einer geringen Erwartung an den Film gegangen, wurde positiv überrascht und fühlte mich bestens unterhalten. Und nur darum geht es!

Wertung: 7,3/10

von Bernd Lebe

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