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Review: DEVIL’S DUE – TEUFELSBRUT

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copyright 20th Century Fox

Devil’s Due – Teufelsbrut (USA 2014)

Originaltitel: Devil’s Due

Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett

Mit: Zach Gilford, Allison Miller, Steffie Grote

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 8. Mai 2014

Story: Ein frisch vermähltes Paar verbringt die Flitterwochen auf der Dom-Rep und stürzt sich hinein in das Nachtleben auf Santo Domingo. Am darauffolgenden morgen können sich die beiden nur noch schemenhaft an das erlebte erinnern. Zuhause angekommen stellt Sie, trotz Pille, fest Schwanger geworden zu sein. Fortan entwickelt die junge Gattin eine unerklärliche Wesensveränderung.

Kritik: Da ist er wieder, der wöchentliche Found-Footage Wahnsinn. In der ach so schweren Zeit, welche Hollywood durchmacht, ist es nur schön zu sehen, dass man hier eine scheinbar endlos druckende Geldmaschine gefunden hat. Billig produzierte Filmchen, mit einem Maximum an Einspiel an der Kinokasse zu realisieren. Ich fürchte nur das diese Quelle bald versiegen wird, wenn man zukünftig dem Publikum so einen Schwachsinn wie Devil’s Due serviert.

Der Film ist sterbenslangweilig. Bis die beiden Regisseure Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett mit ihrem Werk mal in die Gänge kommen, ist eine gute Stunde vergangen. Die Story ist vorhersehbar und die Auflösung gleichfalls. Kein Wunder, präsentieren uns die Macher das Ende ja bereits direkt in der ersten Minute.

Dabei hatten die beiden ja mit ihrem Short-Movie „10/31/98“ einen der besseren Folgen bei V/H/S – Eine mörderische Sammlung abgeliefert. Was dort allerdings in 15 Minuten funktionierte, klappt über 90 Minuten nicht.

Dabei hat der Film wirklich ein paar gute Momente. Wenn das Pärchen ins Nachtleben von Santo Domingo abtaucht und sich in den „exklusiven“ Club begibt ist schon spannend umgesetzt (wobei ich dieses Etablissement never ever betreten hätte). Auch die Szene bei der mysteriösen Handleserin mag gefallen, wenngleich hier Mängel erkennbar sind. Das professionelle Handlesen ist eine Wissenschaft für sich und hat mit dem hier gezeigten mal so gar nichts zu tun. Egal, die Masse wird das nicht wissen.

Eine weitere starke Szene sind die Jugendlichen, welche zufällig auf die Wildfleisch futternde Schwangere im Wald treffen. Da hört es aber dann schon auf und somit sind wir beim Hauptmanko des Films: Es gibt einige wenige gute Momente, dazwischen aber viel Leerlauf. Zuviel Leerlauf für meinen Geschmack. Echte Schocks? Fehlanzeige!

Ein weiteres Problem sind vereinzelte Kameraeinstellungen, die niemals aus der Kamera des Ehemanns stammen konnten. In der gut gefüllten Kirche bekam der ortsansässige Priester plötzlich starkes Nasenbluten und brach schließlich zusammen. Obwohl der Ehemann bis zuletzt brav bei seiner schwangeren Gattin saß, waren vereinzelte Nahaufnahmen des Priesters zu sehen, welche vom Blickwinkel aus einer anderen Kamera stammen mussten. Dem gewöhnlichen Kinobesucher wird das nicht aufgefallen sein, einem geübten Auge allerdings schon.

Letztendlich ist die Auflösung so banal wie der ganze Film. Wie sagte doch gleich Hauptdarstellerin Allison Miller in einer Szene zu Beginn des Films so schön? „Gefällt mir nicht!“

Fazit: Finanziell ist auch dieser Film wieder ein voller Erfolg für die Produzenten. Mit nur knapp 7 Mio. $ Produktionskosten hat der Film bereits am Startwochenende über 9 Mio. $ in den USA eingespielt. Aber ich stelle mir dennoch die Frage, wie lange wird sich das Publikum mit solchen schwachen Produktionen abspeisen lassen? Devil’s Due – Teufelsbrut ist kein Meilenstein im Found-Footage Bereich geworden und wird schnell in Vergessenheit geraten. Besser so!

Wertung: 3,3 / 10

von Bernd Lebe

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