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Review: 100 BLOODY ACRES

100_bloody_acres

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100 Bloody Acres (Australien 2012)

Regie: Cameron Cairnes, Colin Cairnes

Mit: Paul Blackwell, Damon Herriman, John Jarratt, Angus Sampson

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 22: Mai 2014

Story: Mit ihrer neuen Düngermischung ‚Blood & Bone‘ könnten die Morgan-Brothers Reg (Damon Herriman) und Lindsay (Angus Sampson) selbst die australische Nullarbor-Wüste wieder fruchtbar machen. Nur die Ingredienzien geben die beiden nicht preis. Als Reg drei Jugendlichen begegnet, die mit ihrem Auto liegen geblieben sind, nimmt er sie kurzerhand mit zur Farm. Dort finden sich die drei bald gefesselt und geknebelt wieder – fertig zur Verarbeitung…

Kritik: Das Subgenre der Horrorkomödien hat in den letzten Jahren, insbesondere nach Shaun of the Dead, einen echten Boom erlebt, aber nur selten kamen dabei so unterhaltsame Werke, wie z.B. Tucker and Dale VS Evil. Genau das ist dann aber auch die Kerbe, in die der australische Streifen 100 Bloody Acres schlägt. Und das auch noch erfolgreich.

Viel Zeit für tiefere Charakterzeichnungen lässt sich der Film nicht und ziemlich schnell sitzen unsere potenziellen Opfer im Truck der potenziellen Killer. Insbesondere Angus Sampson als dominanter Bruder und Psycho spielt seine Rolle hervorragend und mit sehr viel Überzeugungskraft. Aber auch der Rest des Casts macht seine Sache mindestens ordentlich, wenn gleich einige der Opfer recht glanzlos agieren, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

Im weiteren Verlauf zeigt sich zunächst, dass es in 100 Bloody Acres durchaus auch blutig zur Sache geht und so ist es wohl nur dem komödiantischen Unterton zu verdanken, dass die FSK hier ungeschnitten ihr 18er-Siegel auf’s Cover geklatscht hat. Dabei wechseln die Gore-Effekte zwischen gutem, handgemachtem Splatter und eher unterdurchschnittlichen CGI-Effekten.

Die Lacher sind zum großen Teil gut gesetzt und zünden meist auch, wenn gleich die Gag-Dichte etwas höher hätte ausfallen können. Aber gerade zum Finale hin, gibt es schon so manche wirklich schräge Szene zu „bewundern“. Ein echter Knaller ist der kautzige Australian-Country-Soundtrack, der immer mal wieder zum Tanzen und Schmunzln animiert. Das Finale hätte etwas…wie soll man sagen…extremer ausfallen dürfen, passt aber ansonsten gut zum Geschehen.

Fazit: Licht und Schatten bietet die australische Horrorkomödie 100 Bloody Acres. Auf der Haben-Seite finden wir teils tolle Darsteller, einen klasse Soundtrack, sowie einige nette, handgemachte Gore-Szenen. Dem entgegen stehen allerdings auch schwache CGIs, wenig Charaktertiefe und keine wirklichen Wendungen in der Story. Alles in allem ist 100 Bloody Acres aber 90 Minuten gute und teils auch blutige Horrorunterhaltung, die so manch schrägen Einfall zu bieten hat.

Wertung: 6,8/10

 

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