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Review: DEVIL’S PASS

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Devil’s Pass (USA 2013)

Originaltitel: The Dyatlov Pass Incident

Regie: Renny Harlin

Mit: Gemma Atkinson, Matt Stokoe, Richard Reid, Holly Goss

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 28. Januar 2914

Story: Fünf amerikanische Studenten wollen einem seit 50 Jahren ungelösten Rätsel auf die Spur kommen. Eine ganze Gruppe erfahrener Bergsteiger stirbt 1959 in einer Februarnacht im Ural am „Berg der Toten“. Sie müssen ihr Lager panikartig verlassen haben, denn ihre Zelte wurden von innen aufgerissen. Einige sind fast nackt, ihre Körper weisen schwerste innere Verletzungen auf ohne Spuren äußerer Gewalteinwirkung. Bei einer Leiche fehlt die Zunge. Kleidungsstücke sind radioaktiv verstrahlt. Viele Theorien ranken sich um den Fall, von militärischen Experimenten über Aliens bis zum Yeti.
Die Studenten folgen den Spuren der Toten. Sie schlagen an der gleichen Stelle ihr Lager auf, als ihre technischen Geräte plötzlich versagen. Die Verbindung zur Außenwelt ist abgerissen, der Albtraum beginnt …

Kritik: Dass er mit Schnee und Eis umgehen kann, zeigte Regisseur Renny Harlin bereits in Cliffhanger mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle. Auch sonst gibt es einige nette Regie-Arbeiten im Lebenslauf des Finnen zu sehen. Von Deep Blue Sea, über Stirb Langsam 2 bis hin zu Mindhunters. Mit Devil’s Pass legt er nun seinen ersten Beitrag zum Found Footage-Genre vor.

Gleich vorweg: Ganz so stark ist das genretypische Kamera-Gewackel in Devil’s Pass nicht ausgeprägt, was wohl auch daran liegen mag, dass die Charaktere selbst einen Dokumentarfilm drehen und somit über gewisse Fähigkeiten und entsprechende Ausrüstung verfügen. Somit beschränken sich die Wackelbilder auf die hektischen Sequenzen, die eher im letzten Drittel des Films zu finden sind.

Zunächst präsentiert uns Harlin erst mal das Grundgerüst der wahren Geschichte rund um die Forschungstruppe Dyatlov, die im Jahr 1959 unter nicht geklärten Umständen in einem Uralgebirge ums Leben kamen.

Auch im weiteren Verlauf schafft es Harlin bis zu einem gewissen Punkt, sehr gut Fiktion und Realität miteinander zu mischen, was eine ordentliche Portion Atmosphäre zur Folge hat. Die Darsteller bleiben recht unauffällig und fallen weder sonderlich positiv aber auch nicht negativ ins Gewicht.

Im letzten Drittel verzettelt sich das Skript aber ganz schön und unterdurchschnittliche Computereffekte, sowie einzelne Logikfehler versetzen der Atmosphäre einen ordentliche Schlag, von dem sich der Streifen bis zum Ende nicht mehr erholen kann. Wenngleich man der Schluss-Szene einen gewissen Gänsehaut-Faktor nicht absprechen kann.

Fazit: Man muss das Genre schon mögen. Dann ist Devil’s Pass der beste Found Footage-Horror seit The Blair Witch Project. Leider leistet er sich im letzten Drittel Logik-Schwächen und technische Mängel bei den Computeranimationen. Schade, denn die bis dahin ordentliche Inszenierung und spannende Idee, wissen den Zuschauer durchaus zu fesseln. Am Ende ist Devil’s Pass überdurchschnittliche Genrekost, der gegen Ende etwas die Luft ausgeht.

Wertung: 6,8/10

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