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Review: BELA KISS – PROLOGUE

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Bela Kiss: Prologue (Deutschland 2013)

Regie: Lucien Förstner

Mit: Kristina Klebe, Rudolf Martin, Fabian Stumm, Janina Elkin

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 29. November 2013

Story: Nach einem Banküberfall flieht eine jugendliche Räuberbande samt Beute im VW-Bus durch die ungarischen Wälder, um in einem abgelegenen Hotel unterzutauchen und Gras über die Sache wachsen zu lassen. Unter falschen Namen mieten sie sich in dem malerischen Anwesen ein und sind erstmal derart mit sich selbst beschäftigt, dass ihnen das verdächtige Verhalten des Personals entgeht. Zu spät entdecken sie unheimlichen Aktivitäten nach Manier des legendären ungarischen Massenmörders Bela Kiss.

Kritik: Mit Bela Kiss: Prologue legt Regisseur Lucien Förstner seinen Debut-Spielfilm vor. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Slasher und Torture-Horror, was made in Germany sicherlich Seltenheitswert besitzt. Lose beruht die Geschichte zwar auf einer wahren Begebenheit, aber auch nicht mehr als 90% der US-Spukhausproduktionen. Dieser Umstand ist also eher zu vernachlässigen.

Studieren wir den Klappentext fällt zunächst eine gewisse Ähnlichkeit mit Frontiers von Xavier Gens auf, dessen Härte Bela Kiss dann aber (leider) nicht erreicht.

Insgesamt die Rückblenden und Traumsequenzen verfügen über eine sehr interessante Optik, die in Teilen an Zack Snyder’s Sucker Punch erinnert. Ein Umstand der in einer deutschen B-Produktion so sicher nicht zu erwarten war. Überhaupt hat der Film genau in diesen „alten“ Szenen seine Stärken, da hier eine recht dichte Atmosphäre erzeugt wird.

In weiten Teilen des Films hangelt sich das Skript dann aber doch durch die stereotypen Vorgaben des Genres, die wir allesamt schon besser gesehen haben. Die Gore-Effekte sind eher selten, aber dafür ordentlich umgesetzt.

Gegen Ende wird dann zwar das Tempo etwas angezogen, dafür enttäuscht der eigentliche Killer etwas, da es ihm nicht gelingt seinem Charakter eine gewisse „Sickness“ zu verleihen, die in so einem Film dringend notwendig wäre.

Fazit: Das Skript von Bela Kiss: Prologue bewegt sich auf reichlich ausgetretenen Genre-Pfaden und liefert so recht wenig Spannung. In den Rückblenden spielt Regisseur Luvien Förstner aber mit einer durchaus eigenständigen Optik, die Atmosphäre erschaffen kann. Leider bewegt sich der Rest nur im Durchschnittsbereich und der Killer kann nicht überzeugen. Für eine deutsche Produktion zwar beachtlich, in Konkurrenz mit der restlichen Horrorwelt bleibt Bela Kiss: Prologue aber insgesamt zu unrund.

Wertung: 5,2/10

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