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Review: AFTERSHOCK

Aftershock

copyright Universum Films

Aftershock (USA 2012)

Regie: Nicolas Lopez

Mit: Eli Roth, Ariel Levy, Lorenza Izzo, Andrea Osvart

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 10. Januar 2014

Story: In Chile findet man wirklich alles: atemberaubende Landschaften, heiße Ladies, coole Typen und die wildesten Parties, die man sich vorstellen kann. Für einen amerikanischen Touristen, von seinen chilenischen Kumpeln Ariel und Pollo nur „Gringo“ genannt, ist der Trip der Himmel auf Erden – nur mit den Mädels will es bis jetzt noch nicht so recht klappen… Gringos Glück scheint sich zum Besseren zu wenden, als die Jungs ein echt heißes Trio kennen lernen: das russische Model Irina, das scharfe Nonstop-Partygirl Kylie und ihre nachdenklich-ernsthafte Schwester Monica. Doch eine Nacht im angesagtesten Club von Santiago wird zu einem Albtraum aus Terror und Panik, als ein verheerendes Erdbeben das Urlaubsparadies heimsucht und dem Erdboden gleich macht. Jetzt muss die Gruppe um ihr Leben laufen und auch kämpfen – verfolgt von Plünderern, entflohenen Häftlingen und den unausweichlichen Nachbeben…

Kritik: Im Gegensatz zu weit verbreiteten Meinungen ist Aftershock nicht vom Hostel-Regisseur Eli Roth sondern MIT ihm. Dabei muss man aber schon eingestehen, dass Mr. Roth nicht unbedingt die Ausgeburt an Schauspieltalent darstellt. Eine Tatsache, die ebenfalls weiträumig in diversen Filmforen bereits diskutiert wird. Dazu sei jedoch angemerkt, dass er auch nicht schlechter spielt, als 80% von dem was sich sonst so im B-Movie-Sektor alles Schauspieler nennt.

Betrachten wir uns den Film selbst: Der Anfang erinnert stark an Hangover, der Mittelteil ist an die Final Destination-Reihe angelehnt und der Rest ist dann klassischer Backwood-Horror a la Wrong Turn. Das klingt im ersten Moment nicht uninteressant und gestaltet sich auch durchaus unterhaltsam. Richtig stimmig ist das alles jedoch nicht.

Zu Beginn ist recht deutlich, dass die Charakterzeichnung ziemlich oberflächlich um die Ecke kommt, was einem das Schicksal selbiger im weiteren Verlauf recht gleichgültig macht. Ein Problem, was insbesondere dem finalen Backwood-Part viel Spannung raubt.

Der Anfang hat zusätzlich noch eine deutliche Komödien-Tendenz und es ist uns bisher nicht möglich eindeutig zu bewerten, ob diese nun gewollt oder eher unfreiwillig komisch daher kommt. Auf jeden Fall zieht sich diese Tendenz auch in den Katastrophen-Part, was zur Folge hat das der todernste Backwood-Part reichlich deplatziert wirkt. Teilweise kommt es einem so vor als sei der Film auch verschiedenen Ideen zusammen gebastelt.

Dennoch schafft es der Film zu unterhalten, wenn man ihn eben nicht komplett ernst nimmt und mit einem gewissen Humor zur Sache geht. Logik sollte man hier nicht erwarten. Zwar gibt es ein paar relativ blutige Szenen zu sehen, sonderlich brutal gestaltet sich Aftershock bis auf eine Ausnahme allerdings nicht, so dass Gorehounds nur ab und mal was zu sehen bekommen.

Fazit: Ein echtes Highlight ist Aftershock nicht geworden. Die wilde Mixtur aus Party-, Katastrophen-, und Backwoodhorror-Film will nicht so richtig zusammen passen. Spannung bietet eigentlich nur das letzte Drittel, das zwar alles andere als logisch ist, aber doch gut unterhalten kann. Wer ein Gemetzel erwartet wird allerdings recht enttäuscht sein. Dafür gibt es ein recht hohes Tempo, dass zumindest keine Langeweile aufkommen lässt. Und nein, Aftershock ist nicht VON sondern MIT Eli Roth.

Wertung: 6,1/10

 

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