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Review: THE FINAL

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copyright Savoy Film

The Final (USA 2010)

Alternativtitel: Saw Massacre 2

Regie: Joey Stewart

Mit: Marc Donato, Whitney Hoy, Justin Arnold, Jascha Washington

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Re-Release: 06. September 2013

Story: Auf der Hohn-High-School wurden jahrelang fünf Außenseiter gemobbt und gedemütigt. Jetzt schlagen sie zurück. In einem abgelegen Seehaus organisieren sie eine wilde Kostümparty. Der Punsch ist mit Schlafmitteln versetzt, aneinandergekettet wachen die entsetzten Mitschüler auf. Inspiriert von íhren eigenen Demütigungen und Lieblingshorrorfilmen, nehmen die fünf grausame Rache. Für ihre Peiniger beginnt die schlimmste Nacht ihres Lebens. Eine Lektion, die sie niemals vergessen werden.

Kritik: Schule, Außenseiter und Rache…eine Thematik, die ziemlich „heiß“ geworden ist und somit logischer Weise keine Freigabe unter 18 Jahren erhalten kann. Dabei ist The Final, neu aufgelegt unter dem unnötigen Titel Saw Massacre 2 (es gibt keinen Teil 1), trotz der harten Rache-Folterthematik kein Splatterfest.

Alles beginnt ziemlich stereotyp: Wir haben den Football-Spieler, die arroganten Cheerleader und ein paar uncoole und gemobbte Außenseiter. Das Ganze wirkt zunächst ziemlich billig, verstärkt durch die recht schwache, deutsche Synchronisation.

So schmiedet die Gruppe von Außenseitern ihren Plan der Rache und ab der Umsetzung, wird es dann unerwartet interessant. Vorausgesetzt man hat sich an die unpassenden, deutschen Stimmen gewöhnt, weicht die leichte Komik der Anfangsphase einem recht ernst inszenierten Szenario.

Dabei wirken die zahlreichen Folter- und Racheakte aber unglaublich gehemmt. Das liegt zum einen daran, dass da nichts wirklich Kreatives zum Einsatz kommt und zum anderen, dass sich die Kamera sehr früh vom eigentlichen Gewaltakt abwendet. Dennoch baut sich ein solider Spannungsbogen auf und man wird solide unterhalten, was insbesondere im Torture-Bereich mittlerweile fast eine Seltenheit geworden ist.

Fazit: Hier wäre sicher etwas mehr drin gewesen, denn ein Torture-Streifen, der bei Folterszenen grundsätzlich „wegschaut“, ist wie eine Fußballmatch ohne Tore: Unterhaltsam, aber eben auch irgendwie unbefriedigend. Über jene 90 Minuten wird man dennoch passabel unterhalten, sofern man mit der unpassenden, deutschen Synchronisation klar kommt. Am Ende ist The Final solide Horrorunterhaltung.

Wertung: 6,0/10

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