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Review: BRUTAL RELAX

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Brutal Relax (Spanien 2010)

Regie: Rafa Dengra, David Munoz, Adrian Cardona

Mit: José Ma Angorrilla, Pep Sais, Mayka Dengrà

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 27. August 2013

Story: Senor Olivares steht kurz vor der Entlassung aus der Anstalt. Sein Arzt rät ihm, erst einmal in den Urlaub zu fahren, um sich zu entspannen. Und auf gar keinen Fall aufregen … !!! Und das nimmt sich Senor Olivares zu Herzen, als er sich an einen wunderschönen Strand begibt. Denn selbst als aus den Fluten zombiehafte Kreaturen auftauchen, die alle Badegäste in Stücke reissen, geniesst er noch unberührt seinen Urlaub. Doch dann geht sein Walkman kaputt….

Kritik: Die Inhaltsangabe liest sich ja schon mal reichlich gestört und dieses Adjektiv trifft den spanischen Kurzfilm Brutal Relax sehr gut. Die Rahmenhandlung ist in zwei Minuten erzählt, was angesichts der kurzen 15 Minuten Laufzeit aber auch reichen muss.

Was dann folgt ist ein Splatter-Gag-Feuerwerk, das wirklich Spaß macht. Hier wird mit allem, was sich an einem durchschnittlichen Strand so findet gekillt. Von der Kühlbox bis hin zum Sonnenschirm. Kranker Höhepunkt ist dann die Tatsache, dass eine Kinderleiche als ultimative Prügelwaffe herhalten muss. Für Gutmenschen und Moralfähnchen-Träger ist Brutal Relax somit eher nicht geeignet. Wer aber einen gewissen Sinn für schwarzen Humor hat, der wird hier sehr gut unterhalten.

Leider zünden nicht alle Gags und auch so mancher Splattereffekt überzeugt nicht auf ganzer Linie. Dafür kommt zuviel „günstiges“ CGI zum Einsatz. Hier wäre mit purer Handarbeit sicherlich noch mehr drin gewesen.

Der Soundtrack ist natürlich ein Ohrwurm und könnte unter Genre-Fans zum  Kulthit werden. Verglichen mit Kurzfilm-Kult, wie Staplerfahrer Klaus, zieht Brutal Relax zwar den Kürzeren, aber ein netter Spaß als Dessert oder Vorspeise zu einem entsprechenden Splatter-Abend ist Brutal Relax alle mal.

Fazit: So ein wenig erinnert Brutal Relax an einen alten Bud Spencer-Film, nur dass es hier doch deutlich drastischer zugeht. Das selbst die Kinderleiche für die FSK kein Problem darstellte, liegt wohl an der der extrem überzogenen, Comedy-Inszenierung, die jede Ernsthaftigkeit von Grund auf ausschließt. Die Effekte sind zahlreich, aber zum Teil auch recht billiges CGI, so dass hier ein paar Punkte verloren gehen. Ansonsten ist Brutal Relax aber genau der richtige Splatter-Happen für zwischendurch.

Wertung: 7,0/10

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