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Review: GALLOWWALKERS

gallowwalkers

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Gallowwalkers (USA 2012)

Regie: Andrew Goth

Mit: Wesley Snipes, Tanit Phoenix, Riley Smith, Steven Elder

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 27. August 2013

Story: Ein Fluch liegt auf Aman. Alle, die durch seine Kugel sterben, kommen zurück. Erst wenn sie ihren Kopf verlieren, sind sie für immer erledigt. Auch die fünf Männer, die seine große Liebe vergewaltigt und geschwängert haben, erheben sich wieder von den Toten. Jetzt soll die Rache auf ihrer Seite sein. Sie sammeln ein Heer von Untoten für das letzte Gefecht. Zu viele für einen einzelnen Mann. Aman rettet deshalb den jungen Sträfling Fabulos vor dem Galgen und bietet ihm einen gut bezahlten Job an: Er erwartet die Zombies am Schlachthaus seiner Ziehmutter, wo er seine Stiefschwester Sueno lieben gelernt hatte. Sie war bei der Geburt des Bastards in ihrem Leib gestorben. An dem Ort, an dem alles begann, soll es auch zu Ende gebracht werden 

Kritik: In Blade zerteilte Wesley Snipes als Daywalker unzählige dämonische Vampire. Nun nimmt er dann Kampf gegen Untote erneut auf und dieses Mal sind es die Gallowwalkers. Doch was ist das? Gallowwalkers sind Untote, die aber im Gegensatz zu Zombies nicht dämlich sind. Erst wenn sie ihren Kopf verlieren sind sie endgültig tot. Erinnert ein wenig an den Highlander.

Nun gut…Gallowwalkers ist im Wilden Westen angesiedelt, was rein optisch durchaus überzeugen kann. Die staubigen Kulissen sind sehr hübsch in gleißendes Sonnenlicht getaucht, was die Inszenierung sehr gut betont. Leider ist das hinsichtlich der Optik dann aber auch der einzige Hingucker.

Schaut man sich die recht zahlreichen Gewalt-Effekte an, so hinterlassen diese einen gemischten Eindruck. Während die häufigen Shootouts überzeugend umgesetzt sind und auch der ein oder andere äußerst blutige Kopf-Platzer zu sehen ist, kommen an anderer Stelle unterdurchschnittliche CGIs zum Einsatz. So reisst Snipes einem Gegner Kopf samt Wirbelsäule heraus, was wirklich schwach getrickst wurde.

Nun ja die Geschichte selbst ist recht flach und tatsächlich nur der Rahmen für Snipes‘ Rachefeldzug. Dabei ist der Story-Teil aber besonders in der ersten Hälfte etwas sehr zäh geraten und zwischenzeitlich kommt etwas Langeweile auf. Dazu kommen die künstlich auf cool getrimmten Dialoge, die mehr lächerlich als cool daher kommen.

Der Soundtrack passt hingegen so gar nicht zum Western-Setting, denn die meiste Zeit gibt es Elektrobeats während den Fights auf die Ohren, was etwas an der Atmosphäre des Streifens nagt. Addiert man das in der Summe, haben wir es hier mit einem äußerst durchschnittlichen Genre-Mix zu tun, der nur phasenweise überzeugt und viele Schwächen offenbart.

Fazit: Auf dem Cover prangt: „Blade is Back!“. Nun, dem ist definitiv nicht so, denn auch wenn die Story von Gallowwalkers ähnlich dünn daherkommt, bleiben die restlichen Attribute recht unterschiedlich. Die Effekte schwanken zwischen akzeptabel und peinlich, die erste Hälfte ist recht lahm und auch der Soundtrack wirkt seltsam deplatziert. Die Kulissen hingegen haben ein gutes Western-Flair und wurden schön in Szene gesetzt. So bleibt am Ende ein etwas zäher, gerade noch durchschnittlicher B-Actionhorror, der nur Wesley Snipes-Fans blind empfohlen werden kann.

Wertung: 5,0/10

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