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Review: BAIT – HAIE IM SUPERMARKT

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Bait (Australien 2012)

Regie: Kimble Rendall

Mit: Phoebe Tonkin, Xavier Samuel, Alex Russell, Sharni Vinson

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 19. Juli 2013

Story: Eine Tsunami-Welle trifft auf die Küste Australiens und überflutet ein Shopping-Center. Die Sonderangebote sind davon gespült, vor den Ausgängen lagern Trümmer und die wenigen, zum Teil verwundeten Überlebenden retten sich auf die Supermarktregale. Doch zu allem Überfluss hat das Shoppingparadies ein paar neue, besonders hungrige Besucher angelockt – zwei aggressive Weiße Haie! Während der Wasserpegel kontinuierlich steigt und Nachbeben das bereits zerstörte Gebäude erschüttern, gehen langsam aber sicher die Fluchtideen und auch die Mitstreiter aus. Mit der andauernden Gefangenschaft steigt nicht nur der Appetit der Haie auf die menschlichen Häppchen. Auch die Eingeschlossenen haben plötzlich einen Gegner in den eigenen Reihen…

Kritik: Regisseur Kimble Rendall legt mit Bait – Haie im Supermarkt seinen ersten Film seit dem 2000er-Slasher Cut! vor und nimmt sich dabei dem beliebten Monsterhai-Thema an. Der komplett in 3D gedrehte Streifen offenbart dabei Licht, aber auch Schatten.

Nicht unerheblich bei Filmen dieser Art sind die Effekte, die im Falle von Bait fast vollständig aus dem Computer stammen. Dabei ist die Qualität der Effekte recht unterschiedlich. Während das Auftreffen der Tsunami-Welle recht überzeugend wirkt, sind die Hai-Animation nicht immer ganz gelungen, können aber alles in allem als in Ordnung definiert werden.

Die FSK hat den Streifen ab 16 Jahren ungeschnitten freigegeben und für diese Verhältnisse wird hier schon recht ordentlich zugebissen. So bekommt der Zuschauer abgetrennte Körperteile und halbierte Körper häufig zu sehen.

Die Charaktere sind etwas zu sehr stereotyp ausgefallen, so dass das klassische Muster vom guten Kerl, über den tragischen Helden bis hin zum skrupellosen Geschäftsmann komplett abgedeckt ist und Überraschungen eigentlich gar nicht vorkommen. Dabei machen die Darsteller ihre Sache allerdings gut und können so ihren blassen Charakteren zumindest etwas mehr Tiefe verleihen.

Das Drehbuch hält sich nicht allzu lange auf und gibt recht schnell ein ordentliches Tempo vor, was zur Folge hat, dass der Spannungsbogen ordentlich ansteigt und Bait über seine gesamte Laufzeit von knappen 90 Minuten gut unterhält. Dabei nimmt sich das Skript nie zu ernst und wähnt sich mehr in der Tradition von Alexandre Aja’s Piranha. Einige Jokes und schräge Szenen sind also ebenso an Board und lockern das Geschehen passend auf. Im Finale wird dies dann überdeutlich, wenn dann unter Wasser mit großkalibrigen Waffen zur Hai-Jagd geblasen wird. Absolut übertrieben, aber zumindest gewollt lustig.

Fazit: Wer Deep Blue Sea und Piranha liebt, der wird auch Bait – Haie im Supermarkt mögen. Zwar sind die Effekte hier nicht in der 1. Liga anzusehen, aber gehen zum Großteil in Ordnung und bewegen sich klar oberhalb des Trash-Niveaus. Fans des Tierhorror-Genres müssen hier zugreifen. Wer nicht ganz ernst gemeinten Hai-Horror mag, der wird hier definitiv glücklich. Sicherlich auch ein absolut funktionaler Party-Streifen. Erwartungen oder Vergleiche mit Klassikern, wie Der Weiße Hai scheitern natürlich schon im Ansatz. Das ist aber auch wohl nie der Anspruch der Macher gewesen.

Wertung: 7,0/10

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