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Review: THE AWAKENING

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The Awakening (Großbritannien 2011)

Regie: Nick Murphy

Mit: Rebecca Hall, Dominic West, John Shrapnel, Imelda Staunton

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 07. Juni 2013

Story: Im, von vielfachem privatem Verlust, gezeichneten England kurz nach dem Ersten Weltkrieg haben Okkultisten und Geisterbeschwörer Hochkonjunktur. Florence Cathcart hat es sich zur Aufgabe gemacht, Scharlatane zu entlarven, und ist darin so erfolgreich, dass man sie nach Nordengland bittet, einen Spuk zu untersuchen, der die Knaben eines Eliteinternats in helle Aufregung versetzt. Die Ankunft der schönen Frau bleibt nicht ohne Folgen für das filigrane Gefüge der Männertrutzburg, und auch der Spuk lässt nicht auf sich warten. Doch sind hier wirklich Geister am Werk oder handelt es sich nur um einen Streich der Internatsjungen?

Kritik: Mit The Awakening stellt Nick Murphy, der bisher TV-Serien, wie Primeval inszeniert hat, sein Spielfilmdebüt vor. Ganz in der Tradition der großen Gruselklassiker beschwört er dabei eine äußerst dichte Atmosphäre herauf, die für viel Spannung sorgt.

Dabei setzt Murphy zunächst auf eine eher ruhige Erzählweise und nimmt sich dabei Zeit die Charaktere ordentlich einzufügen. Eine Tatsache, die sich im weiteren Verlauf als sehr positiv darstellt. Überhaupt hat er mit Rebecca Hall eine sehr gute Hauptdarstellerin zur Verfügung und auch die Nebenrollen sind mit Dominic West und Imelda Staunton hochwertig besetzt.

So vermag die Geschichte rund um die Geisterjägerin sofort zu fesseln und auch wenn viele Elemente altbekannte Genre-Standards sind, variiert die Story diese sehr geschickt, so dass man auch als Zuschauer lange nicht weiß, womit man es hier eigentlich zu tun hat.

Ist die erste Hälfte des Films noch etwas gemächlich, legt das Treiben dann in der zweiten Hälfte richtig los und besorgt uns zahlreiche Gruselmomente, die zu unterhalten wissen. Im Finale setzt das gute Drehbuch nochmal ordentlich eins obendrauf und überzeugt mit einem gelungenen Twist.

Schwachstellen sind hier selten. So gibt es ein paar wenige, kleinere Logiklöcher und am Ende bleiben noch ein paar Fragen offen, auf die man eventuell noch hätte eingehen können. In Anbetracht der wirklich intensiven Spannungskurve, sind diese aber locker zu verschmerzen.

Fazit: Ist es nicht schön, wenn es Filme mal wieder schaffen dem Zuschauer eine Gänsehaut zu bereiten? Solch ein Kandidat ist nämlich The Awakening. Mit tollen Darstellern und einem cleveren Drehbuch gelingt es Regisseur Nick Murphy eine unglaublich dichte Atmosphäre zu erzeugen, die einen Spannungsbogen mit sich bringt, der den Zuschauer fesselt. Bekannte Elemente des Gruselgenres werden originell variiert und so wirkt The Awakening bei weitem nicht so ausgelutscht, wie die meisten Vertreter dieses Genres in den vergangenen Jahren. Blut- und Gewalteffekte gibt es hier natürlich nicht zu sehen, wer aber auf gepflegten Spukhorror, im Stile von The Others steht, der wird hier bestens bedient. Bitte mehr davon Mr. Murphy.

Wertung: 8,3/10

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