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Review: SPLINTER

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Splinter (USA 2008)

Regie: Toby Wilkins

Mit: Paulo Constanzo, Shea Whigham, Charles Baker, Rachel Kerbs

Freigabe: ab 16 / ungeschnitten

Release: 21. Mai 2013 (BluRay)

Story: „Das wird kein romantischer Camping-Ausflug, sondern ein ziemlich mieses Wochenende!“ sagen sich Polly und Seth, als Dennis ihnen seinen Revolver entgegen hält. Der entflohene Häftling und seine drogensüchtige Freundin Lacey kidnappen das junge Pärchen und schnappen sich deren Wagen. Aber es kommt noch viel schlimmer. An einer scheinbar verlassenen Tankstelle begegnen die Vier einer grausigen Bedrohung, wie man sie nur aus seinen schlimmsten Alpträumen kennt. Zerfetzte Körper voller blutiger Stacheln, die sich wie monströse Marionetten bewegen, Gliedmaßen, die auch nach ihrer Amputation ihre Angriffslust nicht verlieren. Ein ungreifbares, unbesiegbares Ungeheuer beherrscht den Ort. Ein Entkommen gibt es nicht.

Kritik: Bei Splinter handelt es sich um einen Beitrag, der dem SciFi-Horrorgenre zugerechnet werden kann. Dabei hat der Streifen durchaus seine Momente, schafft es aber nicht in die überdurchschnittliche Wertung.

Alles fängt ganz harmlos an und auch so wie wir es aus gefühlten 1 Millionen Filmen gewohnt sind. Eine Gruppe auf Urlaubsfahrt, eine Tankstelle und etwas Tödliches. In diesem Fall handelt es sich dabei nicht um irgendwelche grenzdebile Hinterwäldler, sondern um eine außerirdische Lebensform.

So weit so gut. Das Geschehen wird flott erzählt, bietet allerdings auch so überhaupt keine Überraschung oder Aha-Momente. Dieser Eindruck wird noch durch die Tatsache verstärkt, dass weder dazwischen noch gegen Ende des Films irgendwelche Details zu dem Monster erzählt werden. Kein woher, warum oder wohin. Das ist schade, denn so bleibt der Plot ungemein oberflächlich.

Dabei ist der Spannungsaufbau durchaus solide und auch die Inszenierung geht absolut in Ordnung. Das extreme Wackeln der Kamera in den Action-Szenen ist allerdings absolut übertrieben und Fehl am Platz, denn so gibt es von den eigentlich guten Effekten kaum etwas zu sehen. Definitiv überzeugen kann das Creature-Design, denn hier entstehen schon ein paar recht deftige Deformationen, die an Genre-Klassiker, wie The Thing erinnern.

Fazit: Hier war eindeutig mehr drin. Doch die völlige Abwesenheit von Kreativität stört den Eindruck, den Splinter hinterlässt, deutlich. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ist so ziemlich jedem Zuschauer klar, was da alles nächstes über den Bildschirm flimmert. Dabei hat der Film durchaus seine Momente und ein wirklich „hübsches“ Creature-Design. Etwas weniger wilde Kameraschnitte hätten dem Horror-Faktor allerdings gut getan. Am Ende kann man Splinter empfehlen, wenn man auf Filme, wie The Thing steht, ohne dabei zu große Ansprüche an den Plot zu haben.

Wertung: 6,0/10

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