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Review: WRONG TURN 5: BLOODLINES

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Wrong Turn 5: Bloodlines (USA 2012)

Regie: Declan O’Brien

Mit: Roxanne McKee, Doug Bradley, Camilla Arfwedson, Simon Ginty

Freigabe: ab 18 / gekürzt (ca. 2 Minuten)

Freigabe-Details: Grusel(nein); Gewalt (ja); Sex(ja); Schimpfwörter(ja); Drogen(nein)

Release: 08. Mai 2013

Story: In den Bergen von West Virginia wird wie jedes Jahr zu Halloween ein großes Rockmusik- und Kostümfest veranstaltet. Auch eine Gruppe Studenten aus der Stadt will da mitmachen und nebenbei ein wenig im Grünen zelten. Unterwegs werden die Kids jedoch von einem Fremdling attackiert und landen nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung gemeinsam mit diesem in der Zelle des lokalen Sheriffs, der erstmal alle für gleichermaßen verdächtig hält. Doch der Fremde hat Verbündete, die sich nicht mit seiner Verhaftung abfinden. So wird das Polizeirevier zu einer blutigen Falle, aus der kein Entrinnen gibt.

Kritik: Nach den Fortsetzungen Nummer drei und vier, bringt uns Regisseur Declan O’Brien mit Wrong Turn 5: Bloodlines auch das nächste Sequel. Dabei reiht sich dieser fünfte Teil nahtlos in die, stets nach unten deutende, Qualitätskurve des Franchises ein.

Bereits in der, durchaus netten, Introsequenz zeigt sich, dass die FSK bei Wrong Turn 5 etwas gnädiger war, denn im Vergleich zu den Vorgängern, ist die deutsche FSK 18-Fassung zu Wrong Turn deutlich zeigfreudiger. Zwar wurden immer noch gut zwei Minuten an Mordszenen entfernt, aber man kann schon behaupten, dass diese Fassung nicht gänzlich unbrauchbar ist, um sich zumindest einen Eindruck des Films zu verschaffen.

Dabei wird dann auch deutlich, welche Mankos Wrong Turn 5 in sich birgt. Die Geschichte ist hier absolutes Beiwerk und weder logisch, noch im Ansatz interessant. Das kennt man zwar aus dem Genre zu Genüge, aber in diesem Film ist es besonders deutlich. Hinzu kommt, dass selbst die Splattereffekte nur teilweise überzeugen, da häufig mit CGI-Blut gearbeitet wird, was schlicht doof aussieht. Nicht ganz so doof jedoch, wie die Masken der Hinterwäldler. Hier wäre etwas mehr Mühe schon angebracht gewesen. Hinzu kommt, dass Wrong Turn 5 an einigen Stellen unfreiwillig komisch wirkt, was auch an dem dämlichen Gekichere der „Hinterwäldler“ liegt.

Das alles nagt natürlich an dem Gesamtbild und da auch die Inszenierung zu keinem Zeitpunkt auf Atmosphäre oder Spannung setzt, kommt sowas auch nicht im Ansatz auf. Die eigentlich guten Darsteller mühen sich mit teils unglaublich dummen Charakteren ab, so dass einem Doug Bradley, hier in einer Hauptrolle, schon etwas leid tun muss.

Auf der positiven Seite bleiben dann schließlich nur noch ein paar gelungene Kills, die aber kaum für den Rest entschädigen können, den man hier über sich ergehen lassen muss. Es ist an der Zeit die Reihe ruhen zu lassen.

Fazit: Es geht bergab. Was Declan O’Brien aus der Reihe gemacht hat, kann kaum noch Befürworter finden, denn während Teil 4 schon ungemein schwach war, unterbietet Wrong Turn 5: Bloodlines dieses Niveau locker. Absolut unsinnige Story, platte Charaktere, teils schwache CGI-Kills…das sind die Zutaten aus dem diese Suppe angerührt wurde. Die Darsteller mühen sich zwar, können hier aber auch nichts mehr retten. Übrig bleiben ein paar ganz nette Kills, wenn das CGI mal nicht zum Einsatz kommt. Das allein dürfte selbst den Gorehounds unter uns nicht ausreichen, um ernsthaft Gefallen an dem Film zu finden.

 

Wertung: 4,3/10

 

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