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Review: CRAWLSPACE – KILLERHAUS

Crawlspace (USA 1986)

Regie: David Schmoeller

Mit: Klaus Kinski, Barbara Whinnery, Talia Balsam, Sally Brown

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Freigabe-Details: Grusel(ja); Gewalt (ja); Sex(ja); Schimpfwörter(ja); Drogen(nein)

Release: 09. April 2013

Story: Nach außen hin scheint Dr. Karl Gunther ein relativ normaler Vermieter zu sein. Doch hinter der etwas schüchternen Fassade des einstigen Mediziners verbirgt sich Grausames: Der Sohn eines exekutierten NS-Arztes ist süchtig danach zu töten. Denn nur wenn er mordet fühlt er sich lebendig. Durch die Luftschächte seines Appartement-Hauses beobachtet er seine ahnungslosen Mieterinnen, studiert ihre Gewohnheiten und wartet auf den richtigen Zeitpunkt, eine nach der Anderen zu töten. Als die hübsche Studentin Lori ihre neue Wohnung im Haus des Wahnsinnigen bezieht, ahnt sie nichts von dessen Blutgier.

Kritik: Über 25 Jahre hat es gedauert bis es dieser kleine 80er-Horrorstreifen ungeschnitten nach Deutschland geschafft hat und das liegt nur sehr bedingt an harten Gewaltszenen, die Crawlspace auf den Zuschauer (nicht) abfeuert. Um ganze 17 Sekunden war die bisher, lediglich als VHS erhältliche, deutsche Fassung geschnitten und das auch nur in der Ansicht einer aufgespießten Frau.

So ist Crawlspace sicher kein Film, der für Freunde brutaler Horrorsickos geeignet ist, wie es die Story eventuell vermuten lässt. Viel mehr handelt es sich dabei um einen, für die 80er Jahre, etwas härteren Thriller, in dem nicht Weltbewegendes geschieht. Da aber anno 2013 alles auf den Markt geworfen wird, wo Klaus Kinski drauf steht, steht nun auch das Release dieser kleinen Perle an.

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Crawlspace zu 80% von einem gut aufgelegten Kinski lebt, der einen äußerst glaubhaften Psychopathen „spielt“. Die restlichen 20% sind die zumindest zeitweise aufkommende Atmosphäre, die eine klaustrophobisch bedrohliche Grundstimmung herauf beschwört. Leider wird diese von dem, in Teilen äußerst lahmen Skript, großflächig erstickt, so dass man sich recht häufig beim Blick auf das Zählwerk des BluRay-Players ertappt.

So ist man dann auch zufrieden, wenn nach knappen 80 Minuten der Abspann über den Bildschirm läuft. Sinniert man dann kurz über das Gesehene, stört man sich an den plumpen und stereotypen Charakteren, inklusive Nazi-Doktor, sowie an unglaublich in die Länge gezogene Szenen, in denen wenig geschieht.

Fazit: Kinski-Fans werden sicher zugreifen, aber wem sonst kann man Crawlspace ruhigen Gewissens empfehlen. Im besten Fall Freunden von kleinern 80er-Streifen, deren typisch unterkühlte Atmosphäre in Teilen sogar vorhanden ist. Ansonsten gibt es nicht viel zu holen und man hat unter Garantie keine Bildungslücke, wenn man diesen Streifen nicht gesehen hat.

Wertung: 3,9/10

 

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