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Review: THE BELL WITCH LEGEND

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The Bell Witch Legend (Großbritannien 2005)

Alternativtitel: Der Fluch der Betsy Bell

Originaltitel: An American Haunting

Regie: Courtney Solomon

Mit: Donald Sutherland, Sissy Spacek, Rachel Hurd-Wood, James D’Arcy

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 10. Januar 2013 (BluRay)

Story: Tennessee, im Jahre 1818. Nach einem erbitterten Streit mit einer als Hexe verschrienen Bäuerin liegt plötzlich ein Fluch auf der Familie des Farmers John Bell (Donald Sutherland) und seiner Frau Lucy (Sissy Spacek). Eine unsichtbare und unbarmherzige Macht dringt in das Leben der braven Sippe ein, malträtiert besonders Familienoberhaupt John und die halbwüchsige Tochter Betsy (Rachel Hurd-Wood). Mit der Zeit wird der Geist immer mächtiger und aggressiver, die Qualen der Bells steigern sich ins Unerträgliche. Ein gespenstischer, blutrünstiger Wolf streift um das Haus, ominöse Stimmen ertönen – und schließlich kündigt der paranormale Eindringling an, dass er John Bell töten werde.

Kritik: Bereits 2007 erschien Der Fluch der Betsy Bell auf DVD in Deutschland. Nun reicht Splendid den Streifen unter dem Titel The Bell Witch Legend auf BluRay nach. Der Film wurde damals in den USA im Kino für ein PG-13-Rating teils stark umgeschnitten, umso schöner, dass alle deutschen Veröffentlichungen des Films die Unrated-Fassung beinhalten, die von der FSK ab 16 Jahren freigegeben wurde.

Gleich vorweg, viel zu schneiden gibt es bei der Bell Witch nicht, denn Gewaltszenen sind so gut wie nicht vorhanden, so begründet sich die 16er-Freigabe lediglich auf einigen verstörenden, durchaus gruseligen Szenen.

Die Geschichte rund um die Familie Bell wird ordentlich eingeführt und kann besonders hinsichtlich Ausstattung und Darsteller überzeugen. Kein Wunder, stehen doch mit Sissy Spacek (Stephen King’s Carrie) und Donald Sutherland Schauspieler der ersten Liga vor der Kamera. Ein Umstand, der dem Film sehr gut tut und ihn hier von üblicher Genre-Kost abhebt.

Beginnt dann erst einmal der Spuk, so stellt sich recht schnell auch die Gruselatmosphäre beim Zuschauer ein. Zumindest wenn man für derartige Poltergeist-Geschichten empfänglich ist. Leider nutzen sich diese Szenen im weiteren Verlauf sehr stark ab, da diese sich häufig wiederholen und somit einiges an Schreckwirkung einbüßen. Ein Umstand, der in der Mitte des Films auch die Spannungskurve unnötig einbrechen lässt, denn im Grunde wird eine ganze Zeit nichts Neues präsentiert und so hätte der Film auch in rund 60 Minuten abgehandelt werden können.

So wirkt das Geschehen etwas gestreckt, kann aber zumindest mit einen paar durchaus netten Kamerafahrten überzeugen, die mich persönlich etwas an Sam Raimi’s Tanz der Teufel erinnert haben.

In den letzten 15 Minuten steigt die Spannung dann wieder ein wenig an, da die Story einen nicht uninteressanten Twist unternimmt, der zwar vom mitdenkenden Zuschauer unter Umständen vorherzusehen ist, aber dennoch überzeugen kann. Etwas aufgesetzt wirken hingegen die Szenen in der Heute-Zeit, sowohl zu Beginn als auch gegen Ende. Diese sind für den Film im Gesamten völlig nichtig und fehlplatziert.

Fazit: Die Geschichte rund um die Bell-Hexe liefert einige gruselige Momente und kann besonders durch seine großartigen Hauptdarsteller überzeugen. Leider kann die erzeugte Spannung nicht über die gesamte Laufzeit gehalten werden, was insbesondere an dem schwachen Mittelteil und dem überstreckten Erzähltempo liegt. Wirklich Neues gibt es für Kenner des Genres nicht zu sehen, dafür aber Altbewährtes ordentlich verpackt.

Wertung: 6,4/10

 

 

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