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Review: SICK BOY

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Sick Boy (USA 2011)

Regie: Tim T. Cunningham

Mit: Skye Mc Cole Bartusiak, Marc Donato, Cas Rooney, Debbie Rochon

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 27. Juli 2012

Story: Wenn das kein verlockendes Angebot ist: 400 Dollar für eine einzige Nacht Babysitten. Hochschülerin Lucy, durch eine Freundin an den Job gekommen, findet zwar manches seltsam im Hause von Dr. Helen Cordan, aber dieses Angebot kann sie trotzdem nicht ausschlagen. Außerdem hört es sich leicht an: Einfach nur da sein, für den Fall der Fälle. Das Kind nämlich ist krank und hockt in einem verschlossenen Zimmer. Und in dessen Nähe soll Lucy am besten gar nicht erst gehen. Natürlich wird sie trotzdem neugierig.

Kritik: Auf den ersten Blick erinnert die Story von Sick Boy an den Torture-Thriller Babysitter Wanted, geht dann aber doch komplett andere, bessere Wege. Dabei braucht Sick Boy zunächst recht lange um Fahrt aufzunehmen und kämpft in der ersten Hälfte mit teilweise, relativ schwachen Darstellern und einer schlechten, deutschen Synchronisation.

Wer die erste Hälfte dann aber dennoch hinter sich gebracht hat wird mit einem furiosen und sehenswerten Finale belohnt, dass so nicht zu erwarten war. Dabei merkt man Sick Boy zwar sein recht geringes Budget zu jeder Zeit an, dafür punktet er mit einem plötzlichen, recht steilen Spannungsbogen.

Klar, Logikfanatiker werden sicher die ein oder andere Ungereimtheit ausmachen können, diese stören aber eher weniger. Die Gewalteffekte sind nicht wirklich zahlreich, aber recht intensiv inszeniert. Diese sind allesamt handgemacht und zumindest in akzeptabler Qualität gefertigt. Für Gorehounds ist der Film sicherlich dennoch keine Empfehlung wert.

Fazit: Was ziemlich beliebig und leicht unterdurchschnittlich beginnt, steigert sich zu einem wahrhaft spannenden Genre-Film, dessen Finale man durchaus als großartig bezeichnen kann. Die schwache erste Hälfte drückt die Gesamtwertung natürlich etwas, aber wer einen recht überraschenden Horrorfilm sehen will, der nicht nur auf Schock sondern auch auf etwas Atmosphäre setzt, ist mit Sick Boy gut bedient, auch wenn es ihm nicht immer vollständig gelingt. Das geringe Budget verhindert „größere Sprünge“, aber es ist deutlich sichtbar, dass Regisseur Tim T. Cunningham sein Handwerk versteht.

Wertung: 6,9/10

 

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