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Review: BLACK SHEEP

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Black Sheep (Neuseeland 2007)

Regie: Jonathan King

Mit: Nick Fenton, Eli Kent, Matthew Chamberlain, Sam Clarke

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 15. Januar 2013 (BluRay)

Story: Henry Oldfield hat seit Kindheit eine Phobie vor Schafen. Als er nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt um seinen Anteil der elterlichen Farm an seinen Bruder Angus zu verkaufen, ahnt er nicht welche gefährliche Gen-Experimente sein Bruder mit den Schafen treibt. Als dann noch zwei Umweltaktivisten versehentlich ein mutiertes Schaf befreien, nimmt das Unheil seinen Lauf und tausende von Schafen verwandeln sich zu blutrünstigen Killerbestien. 

Kritik: Horror und Splatter, gemischt mit Komödie und dazu noch aus Neuseeland? Der geneigte Genrefan denkt bei dieser Umschreibung wohl ohne Zweifel an Peter Jackson’s Braindead. Doch bereits seit 2007 gibt es da einen weiteren Vertreter auf den diese Beschreibung passt. Die Rede ist von Black Sheep und wir schauen, anlässich der BluRay-Premiere des Streifens mal, ob das Ganze was taugt.

Gleich zu Beginn von Black Sheep fällt auf, dass wir es keineswegs mit 08/15-Trash von der Stange zu tun haben. Zu schön sind die Landschaftsaufnahmen Neuseelands gelungen und die Darsteller sind fast allesamt über dem Durchschnitt. Ebenso klar ist, dass wir es hier mit einer Komödie zu tun haben, denn wirklich ernst nimmt sich Black Sheep zu keinem Zeitpunkt.

Lange braucht die Geschichte nicht, um in Fahrt zu kommen und wenn die braven Schäfchen dann erst mal loslegen, sind so einige Lacher garantiert. Dabei sind die Effekte alle(!!) handgemacht und sehen dazu noch hervorragend aus. Mit Blut und Gedärms wird nicht gespart und so steht dem Splatter-Vergnügen nichts mehr im Wege.

Der anfängliche Vergleich mit Braindead lässt sich hingegen nicht dauerhaft halten, da Black Sheep zum einen weniger gute Lacher produziert und auch, trotz durchaus vorhandener Härte, nicht das Splatterfeuerwerk eines Braindead hier abgefackelt wird. Dennoch merkt man an einigen Stellen, dass man sich leicht am großen Peter Jackson orientiert hat. Angefangen vom verwenden von Rotoren zum Zerschnetzeln bis hin zum finalen Boss-Schaf musste ich mehrmals an den Splatterklassiker denken.

Fazit: Gute Splatterkomödien sind rar gesät und wenn haben diese meist größere Probleme mit der FSK. Black Sheep bildet hier die gelungene Ausnahme. Insgesamt gute Jokes, handgemachte Splatter-FX und dazu in der FSK 18-Fassung ungeschnitten…Splatter-Herz was willst du mehr? Kleinere Abstriche gibt es lediglich für ein paar nicht ganz so originelle Jokes, was aber Jammern auf recht hohem Niveau darstellt. Wer auf nicht ernst gemeinten Tierhorror steht, ein Faible für überdrehte Splatterkomödien hat und dämliche CGI-Effekte nicht mehr sehen kann, für den ist Black Sheep einfach Pflicht.

Wertung: 7,8/10

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