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Review: THE INNKEEPERS – HOTEL DES SCHRECKENS

The Innkeepers (USA 2011)

Regie: Ti West

Mit: Pat Healy, Sara Paxton, Lena Dunham, Kelly McGillis

Freigabe: ab 18 / ungekürzt (Hauptfilm FSK 16)

Release: 17. Januar 2013

Story: Es sind die letzten Tage, die das „Yankee Pedlar Inn“-Hotel und der Besitzer übergibt die Verantwortung für die Abwicklung der wenigen letzten Gäste des Hauses an zwei junge Angestellte. Claire und Luke, die den Job nur zu gern annehmen, sehen sich die beiden doch als so eine Art „Geisterjäger“, die den angeblichen übernatürlichen Kräften im Hotel auf den Grund gehen wollen. Angeblich soll im Haus der Geist einer, auf ihrer Hochzeitsreise, ermordeten Frau umgehen, wofür die beiden Beweise sammeln wollen. Nach und nach kommen grausame Details ans Licht.

Kritik: Bereits mit House of the Devil hat Regisseur Ti West bewiesen, dass er durchaus ein Händchen für stimmige Gruselfilme hat. In diese Kerbe schlägt auch The Innkeepers. Dabei sollte sich der geneigte Zuschauer nicht von der 18er-Freigabe blenden lassen. Der Film wurde eigentlich bereits ab 16 Jahren freigegeben und hat nur auf Grund des Trailermaterials eine FSK 18.

The Innkeepers lässt sich zu Beginn sehr viel Zeit und zeigt uns die beiden Protagonisten quasi beim Langweilen hinter dem Empfang des Hotels. In der Tat gestaltet sich der Beginn auch etwas langweilig und vor allem langatmig. Unterstützt wird der negative Ersteindruck durch die recht schwachen Leistungen, insbesondere von Sara Paxton. Irgendwie wirken die Charaktere etwas „overacted“ und überspitzt. Auch den Dialogen fehlt etwas der Feinschliff und wirken etwas unrund.

In der zweiten Hälfte legt der Film dann etwas an Tempo zu, arbeitet jedoch lediglich die klassischen Klischees des Genres ab, sanmelt aber mit zwei bis drei durchaus gruseligen Szenen wieder etwas Punkte. Das liegt vor allem daran, dass hier auf CGI und Computer-Effekte fast gänzlich verzichtet wurde und die paranormalen Aktivitäten sehr „real“ wirken.

Im letzten Drittel steigt dann auch endlich die Spannungskurve, die in einem zufriedenstellenden Ende mündet. Echte Überraschungen bleiben zwar aus, aber große Logikpatzer, wie so häufig in diesem Genre, bleiben glücklicherweise aus.

Fazit: Ja, The Innkeepers hat durchaus Atmosphäre und ja, auch ein paar Gruselszenen sitzen recht ordentlich auf dem Punkt. Doch Überraschungen gibt es quasi keine und auch sonst ist der Film sehr weit entfernt von Innovation oder Eigenständigkeit. Etwas Poltergeist und eine Prise Shining, das sind die Zutaten aus denen The Innkeepers geschnitzt ist. So bleibt er im Mittelmaß hängen und kann zumindest solide Gruselkost an den Zuschauer bringen.

Wertung 6,0/10

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