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Review: THE DAY

The Day (USA 2011)

Regie: Douglas Aarniokoski

Mit: Ashley Bell, Dominic Monaghan, Shawn Ashmore, Brianna Barnes

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Release: 30. November 2012

Story: In einer Welt nach der Apokalypse kämpfen eine handvoll Menschen ums Überleben. Dabei stellt sich schnell heraus, dass der Mensch selbst die größte Bedrohung darstellt. So wird für die Gruppe ein vermeintlich sicheres Haus zur tödlichen Falle, als ein Clan von Kannibalen einfällt. 

Kritik: Mit The Day legt Regisseur Douglas Aarniokoski einen waschechten Endzeit-Actioner hin, der sich am ehesten irgendwo zwischen The Road, Doomsday und The Walking Dead einordnen lässt. Zu Beginn fällt die stilistisch durchaus passende, blasse Optik des Films auf. Mit ganz schwachen Farben zeichnet der Film ein düsteres und dreckiges Bild einer völlig verrohten Welt.

Während zu Beginn ein recht gemächliches Erzähltempo den Ton angibt und mehr die Depression als solche in den Vordergrund stellt, umso heftiger geht es dann in der zweiten Hälfte zur Sache. Leider erfahren wir sehr wenig über die Hintergründe. Was der Menschheit widerfahren ist, erfahren wir über die gesamte Lauflänge nicht. Viel mehr konzentriert sich das Geschehen voll und ganz auf den Kampf zwischen Gut und Böse, wobei diese Grenzen teilweise sehr fließend dargestellt werden. So ist auch eine deutliche Portion Sozialkritik im Unterton zu vernehmen,

Die gezeigte Gewalt ist als überdurchschnittlich hart einzustufen, da selbst Kinder hier nicht verschohnt werden. Da wundert es schon, dass The Day von der FSK ungeschnitten mit dem 18er Logo versehen wurde. Zwar sieht, auf Grund zum Teil schwacher CGIs, nicht jede Gewalttat überzeugend aus, aber sie werden stets sehr roh und hart in Szene gesetzt. So gibt es selbst für Gorehounds ein paar nette Momente, besonders gegen Ende, zu sehen.

Ashley Bell, die vor allem durch ihre Besessenen-Darstellung aus Der Letzte Exorzismus bekannt sein dürfte, spielt unter den guten Schauspielern besonders eindringlich und überzeugend.

Fazit: Wow, ein ganz schön hartes Stückchen Film. Hier agieren rohe Menschen in einer rohen Welt. Immer auf den nüchternen Nutzen des eigenen Überlebens bedacht, wird hier gemordet und gekillt, was die Machete hergibt. Dabei ist The Day aber kein dümmlicher Actioner, sondern kann durchaus ein paar ernste Untertöne an den Zuschauer bringen. Zu den Großen des Genres, wie The Road, fehlt dann aber doch ein ganzes Stück, was an der etwas dünn präsentierten Hintergrundgeschichte fest zu machen ist. Dennoch ist The Day ein überzeugender und spannender Endzeit-Thriller, der überzeugt. Etwas mehr Budget bei den CGIs wären allerdings angebracht gewesen.

Wertung: 7,2/10

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