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Review: TERRITORIES

Territories (Frankreich/Kanada 2010)

Regie: Olivier Abbou

Mit: Sean Devine, Roc LaFortune, Nicole Leroux, Michael Mando

Freigabe: ab 18 / ungekürzt

Story: Fünf Freunde fahren nach einer gemeinsam besuchten Hochzeit in Kanada nach Hause in die USA, als sie von der Grenzpolizei angehalten werden. Die misstrauischen Beamten kontrollieren ihre Ausweise und stellen immer bohrendere Fragen. Doch die Jugendlichen haben nichts falsch gemacht…bis auf den kaputten Scheinwerfer… und das Päckchen Gras. Daraufhin wird die Lage für die Reisenden extrem unangenehm und es kommt zur völligen Eskalation: Wie Terroristen werden sie festgenommen und in ein spezielles Gefangenenlager transportiert, ohne zu wissen, was für ein grausames Schicksal ihnen bevorsteht…

Kritik: Schnell wird klar, Territories braucht nicht viel Zeit um in die Gänge zu kommen. Eine großartige Vorgeschichte gibt es nicht und wir steigen quasi wenige Meter vor der Grenzkontrolle ins Auto der jungen Leute. So punktet der Streifen in der ersten halben Stunde mit einem flotten Tempo und einer recht spannenden Inszenierung.

Auch wenn der Film, allein schon hinsichtlich der Thematik, sich dem Torture Porn-Genre zuordnen lassen muss, so erreicht er bei weitem nicht den Voyeurismus, der Hostel– oder SAW-Filme. Territories ist mehr ein Thriller mit Torture-Elementen, die aber in der Darstellung recht zurückhaltend ausgefallen sind. Die ungekürzte 18er-Freigabe geht somit hier sicherlich voll in Ordnung.

In der zweiten Hälfte baut der Film dann aber leider deutlich ab, vor allem in Sachen Spannung und Dramaturgie. Das liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass sich an der Lage insgesamt kaum noch etwas ändert und keinerlei Wendungen eingebaut sind. So plätschert die letzte halbe Stunde dann auch auf einem eher durchschnittlichen Niveau vor sich hin.

Ein richtiges Finale gibt es dann leider auch nicht zu bestaunen und auch das Filmende lässt den Zuschauer etwas ratlos und unzufrieden vor dem Bildschirm zurück. Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen und es beschleicht einen irgendwie das Gefühl, dass hier schlicht die Ideen ausgegangen sind.

Fazit: Ein furioses und sehr spannendes erstes Drittel steht einem durchschnittlichen Mittelteil und einem unbefriedigendem Ende entgegen. Hier wäre sicherlich deutlich mehr drin gewesen, zumal Territories durch das Fehlen von exzessiver Gewaltszenen auch für ein etwas größeres Publikum durchaus interessant sein könnte.

Wertung: 6,6/10

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