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User-Review: HENRY – PORTRAIT OF A SERIAL KILLER

geschrieben von: Teufelstanzer

Henry ein viel diskutierter Film aus den 90ern. Heute kann man sich natürlich fragen warum dieser Film jemals auf den Index kam. Bildstörung hat nun, nachdem der Film wieder vom Index ist, eine hervorragende Veröffentlichung auf den Markt gebracht. Diese liegt auch mir vor:

Der Streifen handelt von Henry, der sich mit seinem Zellengenossen Otis eine Wohnung teilt. Otis Schwester kommt nach einer gescheiterten Ehe zu ihm, um ein paar Wochen bei ihm zu wohnen und Abstand zu gewinnen. Otis erzählt seiner Schwester dass er Henry aus dem Knast kennt und dass Henry seine eigene Mutter getötet hat. Henry zieht währenddessen eine Spur von Toten hinter sich her. Auch Otis kommt durch Henry auf den Geschmack ein paar Leute aus dem Leben zu reißen. Soviel mal zum Inhalt, falls wer den Film noch nicht gesehen hat, um nicht zu viel vorneweg zu nehmen.

Ein Film über einen Serienkiller stell ich mir so vor das man etwas darüber erfährt warum dieser zum Serienmörder wurde, meist ein Ereignis das er miterleben musste. Dann seine ersten Opfer und natürlich seine letzten bevor er einen spektakulären Tod stirbt oder gefasst wird.
Henry hingegen ist eine andere Art von Serienmörder-Film. Der Film beginnt nachdem Henry im Knast war wegen seinem ersten Opfer. Man erfährt nur das er einmal seine Mutter getötet hat, weil Sie eine Hure war und ihn zwang zuzusehen wie sie es mit ihren Freiern trieb. Diese Art von Film kann man mögen oder auch nicht. Ich bin eher einer der zweiten Sorte. Viel zu wenig geht der Film auf die Charaktere ein. Hintergründe werden kaum aufgedeckt. Ein paar wichtige Fakten über Henry werden preisgegeben. Jedoch weiß man auch nicht was stimmt da man drei verschiedene Geschichten zum Mord seiner Mutter hört. Auf seinen Ex Zellengenosse bzw. jetziger Mitbewohner wird gar nicht eingegangen. Wieso war dieser im Knast? Man weiß hier nur das er eine Schwester hat, weil diese zu Besuch kommt, und die beiden ein wenig aufmischt. Auch zu ihr nur die Info, dass ihr Vater Sie öfters vergewaltigt hat. Ein wenig mehr personenbezogene Infos wären da schon sehr hilfreich gewesen.
Zur Atmosphäre des Films kann man nichts Negatives sagen. Die passt einfach wunderbar in diesen Film. Düster, kühl, genau so stellt man sich das bei einem Serienmörder zuhause vor. Einfach genial und super authentisch.
Auch bei den Effekten kann man kaum meckern. Klar dieser Film baut nicht auf seinem Gore auf, sondern auf der Spannung und Atmosphäre. Dies gelingt dem Film auch wirklich super.
Die Bildqualität ist natürlich nach mehr als 20 Jahren nicht mehr die allerbeste, jedoch erkennt man so gut wie alles perfekt. Auch der Ton ist super.

Nun zur Ausstattung der VÖ von Bildstörung. Sie beinhaltet insgesamt in der Limited Edition 2 DVDs und eine OST – CD . Auf der ersten DVD ist der Hauptfilm sowie Trailer von weiteren Bildstörungs-Filmen. DVD 2 ist vollgepackt mit informativen Extras welche so gut wie allesamt wirklich sehenswert sind. Die OST – CD ist wahrscheinlich bei den meisten eher überflüssig. Ich finde darauf auch nur der Henry Soundtrack interessant. Somit muss man sicherlich nicht zu Limitierten VÖ greifen ich denke die normale Version reicht den meisten.
Außerdem dabei ist noch ein Booklet mit wissenswertem über den Film sowie die Beschlagnahmung und Freigabe des Films.

Fazit: Henry ist mal ein anders aufgebauter Serienkiller Film wie man ihn kennt. Für mich ist der Film leider eher enttäuschend, was jedoch nicht heißt das er schlecht ist. Habe nur etwas anderes erwartet und so wurde ich enttäuscht. Trotzdem ein netter Film, der auch nach 20 Jahren seinen Charme nicht verloren hat. Außerdem hat man eine Menge fetter Extras mit dabei (ausgehend von der Bildstörung VÖ), was ein Kauf des Films auf jeden Fall rechtfertigt. Von mir Kaufempfehlung.

Wertung: 7/10

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