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Review: V/H/S – MÖRDERISCHE SAMMLUNG

V/H/S (USA 2012)

Regie: David Bruckner, Tyler Gillett, Justin Martinez, Glenn McQuaid

Mit: Lane Hughes, Mike Donlan, Drew Sawyer, Calvin Reeder

Freigabe: ab 18 /ungekürzt

Release: 26. Oktober 2012

Story: Eine Gruppe junger Männer wird angeheuert ein ominöses Videotape aus einem Haus zu stehlen. Dort angekommen finden sie jedoch nur die Leiche eines alten Mannes, umringt von Videokassetten vor. Um das Richtige zu finden, schauen sie die einzelnen Kassetten an und werden Zeuge grausamer Videoaufnahmen.

Kritik: Der von der größten, englischsprachigen Horrorseite Bloody-Disgusting mitproduzierte Episodenhorror will, laut Cover, dem Found-Footage-Genre neue Facetten zufügen. Gleich vorweg: Das ging mal so richtig in die Hose.

Zunächst präsentiert man uns die Rahmenhandlung, oder was man als solche bezeichnen soll. Die ist nämlich so flach, unlogisch und schlecht gespielt, dass einem zuerst davon schlecht wird, bevor die exzessive Wackelkamera endgültig die Kotztüte zum Einsatz bringt. Die erste Episode, die wir zu Gesicht bekommen, handelt von drei Typen, die zwei Mädels in der Disco aufgabeln, von denen eine etwas schräg drauf ist. Die Story und vor allem die Inszenierung weckte wenig Interesse und erzeugte kaum Spannung. Was zu dem Zeitpunkt niemand ahnen konnte: Die beste Episode haben wir damit schon gesehen.

Was dann folgt ist filmischer Irrsinn in Reinform. Völlig wirr aneinandergereihte Storyfetzen, die durch das schlimmste Gewackel seit es Found-Footage gibt und künstlich erzeugte VHS-Störungen auch visuell einer Folter gleich kommen. Dazu kommen ein paar Gore-Effekte, die größtenteils mau aussehen.

Die folgenden Episoden sind kaum erwähnenswert. Mal etwas Slasher-Feeling, mal Paranormal Activity für noch Ärmere. Interessante Wendungen oder gar verstörende Wirkungen sind nicht im Ansatz vorhanden. Erschwert wird das Ganze durch die fast völlige Abwesenheit darstellerischer Fähigkeiten.

Fazit: Würde Jigsaw mich Fragen, ob ich mir den kleinen Finger abhacke oder V/H/S nochmal anschaue…ich müsste ernsthaft nachdenken. Langweilig, uninteressant und dazu eine optische Katastrophe. Es gibt prinzipiell keinen guten Grund, sich dieses Machwerk anzutun. Das hat auch absolut nichts mit „Neue Wege“ oder „Abseits des Mainstreams“ zu tun. Das hier ist schlicht Mist.

Wertung: 1,4/10

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