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Review: THE THEATRE BIZARRE

The Theatre Bizarre (USA/Frankreich 2011)

Regie: Tom Savini, Douglas Buck, David Gregory, Jeremy Kasten

Mit: Udo Kier, Tree Carr, James Gill, Elissa Dowling

Freigabe: ab 18 / ungeschnitten

Release: 28. September 2012

Story: Episodenfilm über ein unheimliches Theater in dem einer jungen Frau sechs Kurzgeschichten präsentiert werden. 

In der ersten Episode Mother of Toads trifft ein junges Touristenpaar auf eine alte Frau, die im Besitz einer Kopie des Necronomicons ist. Dort geraten sie schnell in dem teuflichen Bann der Frau und haben eine böse Begegnung mit Kröten. (Wertung: 3/10)

Episode 2 I Love You zeigt uns einen Kerl, der von seiner Frau verlassen wird. Ein letztes Mal kommt sie bei ihm vorbei und nennt ihm die Gründe für die Trennung. Das ist zuviel für ihn und er rastet aus. (Wertung: 5/10)

Wet Dreams präsentiert uns dann einen Mann, der unter Albträumen leidet. Darin träumt er von Damen mit menschenfressenden Geschlechtsorgangen und anderem wirren Zeug. Er vertraut sich einem Psychiater an, doch mit dem stimmt auch etwas nicht. (Wertung 4/10)

Episode 4 nennt sich The Accident. Dort wird eine Mutter und ihre kleine Tochter Zeuge eines Motorradunfalls, was tiefe Eindrücke bei dem Mädchen auslöst. (Wertung 9/10)

In der fünften Episode Vision Stains sucht eine Schriftstellerin nach neuer Inspiration und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück. Doch dabei hat sie die Auswirkungen auf ihre Seele unterschätzt. (Wertung 7/10)

Zum Abschluss zeigt Sweets dann die Dekadenz eines Paares, die ihre Sexualität mit dem Verzehr von Süssigkeiten in rauen Mengen ausleben. Als die Differenzen größer werden kommt es zu einer verhängnisvollen Trennung (Wertung 2/10)

Kritik: Mother of Toads bietet nett ausgestatteten Monster-Trash aus grauer Vorzeit. Nicht wenig spannend, aber umso trashigeres Monsterdesign zeigt sich der Auftakt. Garniert mit ein paar nackten Tatschen, bekommen wir unterdurchschnittliche Standardkost serviert. In I Love You gibt es dann zum ersten Mal eine nette Szene für die Blutfans unter uns. Ansonsten ist aber kaum eine Geschichte vorhanden und es gibt nur gute Darsteller und eine Gewaltspitze zu erleben.

In Wet Dreams gipfelt dann der Trash und man fühlt sich in Ansätzen an Brian Yuzna-Frühwerke erinnert. Einziger Glanzpunkt ist hier Tom Savini als dubioser Psychiater. Mehr als ein paar Ekel-Szenen ist hier nicht zu holen. Hat man dann die Hoffnung schon aufgegeben, folgt mit The Accident ein unglaublich intensives Stückchen Film, dass so gar nicht unter die andere Episoden passen will. Fast schon poetisch in Dialog und Bild beschäftigt sich der Film mit der Wirkung von Tod und der Endlichkeit des Lebens. Fabelhaft, der absolute Höhepunkt der Episoden.

Vision Stains entwickelt eine recht interessante Geschichte, lässt diese dann aber sehr schnell bei Seite und widmet sich ausgiebigen Splattereffekten. Die einen wird es freuen, die anderen werden sich über die Oberflächlichkeit ärgern. Schauwerte gibt es hier dennoch reichlich und das ganze wird spannend präsentiert. Erfreut über die sehenswerten beiden letzten Episoden, freut man sich dann auf Sweets und wird herb enttäuscht. Was hier gezeigt wird ist so doof, dass es nichtmal mehr Troma-Fans begeistern dürfte. Die billigen Splatterszenen im Finale reißen da dann auch nichts mehr.

Fazit: Eine echte Horror-Achterbahn, was The Theatre Bizarre hier abfeuert. Hier ist von absolut beeindruckend bis unterirdisch alles dabei und jeder wird was für seinen Geschmack finden. Leider sind die Geschichten überhaupt nicht verbunden und wollen auch im Kontext nicht so recht zueinander passen. The Accident ist aber einer der besten Kurzfilme seit langem. Auf den Rest kann man überwiegend verzichten. Außer nette Splattereffekte, für FSK 18-Freigabe auch harte Effekte, ist da meist nicht viel zu holen.

Wertung: 5,5/10

 

 

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