1

Review: THE PACT

copyright Ascot Elite

The Pact (USA 2012)

Regie: Nicholas McCarthy

Mit:  Caity Lotz, Casper Van Dien, Agnes Bruckner, Mark Steger

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Release: 06. November 2012

Story: Das Haus ihrer gerade verstorbenen Mutter ist ein hässlicher Ort für Annie, voller schlechter Erinnerungen. Eigentlich wollte sie hier nie wieder sein, aber nun sind zwei Frauen in diesem Haus verschwunden. Ihre Schwester Nicole und ihre Cousine Liz haben es betreten und sind nicht wieder aufgetaucht. Es gibt keinen Hinweis, keine Spur. Das Haus lässt auch Annie nicht los. Es beobachtet sie, berührt sie, legt kleine Spuren aus, öffnet Türen und schleift sie auch mal mit brutaler Kraft durch die Zimmer. Langsam kommt Annie dem Rätsel auf die Spur. Das Geheimnis des Hauses ist etwas aus der Vergangenheit. Es ist höchst lebendig – und abgrundtief böse …

Review: Mit The Pact stellt Kurzfilm-Regisseur Nicholas McCarthy sein Debüt in Spielfilmlänge vor. Leider merkt man dem Script, welches ebenfalls von McCarthy stammt, deutlich an, dass es im Ursprung als Kurzfilm konzipiert war. Zu konstruiert wirkt das Gerüst und der Spannungsbogen hat deutliche Schwächen.

Das größte Mank der prinzipiell interessanten Geschichte ist dabei die wirre Erzählstruktur. Viele Szenen kann man als Zuschauer nur sehr schwer einordnen und so erzielt der Twist gegen Ende bei weitem nicht die Wirkung, die möglich gewesen wäre. So erzeugt The Pact, besonders im Mittelteil, mehr Müdigkeit als Spannung.

Doch The Pact ist kein Totalausfall. Technisch ist der Film sehr ordentlich abgedreht, zumal dem Werk ein geringes Budget zu Grunde liegt. Das merkt man aber zu keinem Zeitpunkt, was nicht zuletzt daran liegt, dass auf CGIs oder andere Animationstechniken soweit verzichtet wurde. The Pact sieht in keiner Szene nach Low-Budget aus.

Desweiteren kann man dem Film zu Gute halten, dass er durchaus eine gewisse Innovation ausstrahlt, denn hier werden einige Genres (u.a. Spukhaus und Slasher) in den Mixer geworfen und ordentlich durch gequirlt. Das ergibt natürlich einige interessante Aspekte, die aber leider nicht immer homogen ineinander greifen.

Ein Wort noch zu den Darstellern: Wo Caity Lotz noch halbwegs überzeugend und engagiert spielt, bleibt Casper Van Dien unglaublich blass. Fast gelangweilt und emotionslos klappert er seine Rolle nach den üblichen Klischees ab.

Fazit: The Pact ist nicht uninteressant, macht aber leider in der Erzählweise viele Fehler, so dass nur sehr schwer Spannung aufkommt. Wer den zähen und wirren Mittelteil, ohne abzuschalten, übersteht, der bekommt zumindest noch einen interessanten Genre-Mix mittels Storytwist zu sehen.

Wertung 4,8/10

One Comment

  1. Ich darf mich als mehr oder weniger glücklich outen, den Film zusammen mit dir gesehen zu haben. Summa summarum unterstreiche ich jedes deiner Worte im Review – optisch überzeugend, inhaltlich leider unterdurchschnittlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.