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Review: CABIN IN THE WOODS

Cabin in the Woods (USA 2011)

Regie: Drew Goddard

Mit: Bradley Whitford, Fran Kranz, Anna Hutchinson, Kristen Connolly

Freigabe: ab 16 / ungekürzt

Story: Eine Gruppe junger Leute will das Wochenende in einer Waldhütte eines Bekannten verbringen. Schon der seltsame Tankwart auf dem Weg dorthin, lässt kaum Gutes ahnen und auch das alte Tagebuch im Keller des Hauses birgt ein dunkles Geheimnis und weckt Tote zu neuem Leben. Doch irgendwie kommt alles anders….

Review: Zum Kinostart wurde Cabin in the Woods von den Kritikern teilweise in den Himmel gehoben, als die „Revolution des Horrorgenres“ oder „den innovativsten Horror seit Scream“gefeiert. So ist der geneigte Genreliebhaber natürlich auch entsprechend erwartungsvoll.

Was folgt ist erstmal der Standardaufbau von der alten Mär der verlassenen Waldhütte, in der irgendetwas nicht stimmt. Alle Stereotype sind mit an Board. Von der blonden Schlampe, bis zum dümmlichen Kiffer und dem Quoten-Maximalpigmentierten. Leider gibt der Film aber von Beginn an auch zu deutliche Zeichen, dass hier etwas ganz anders laufrn wird, als wir es gewohnt sind. Ich will an dieser Stelle nicht zu nah darauf eingehen, da die Gefahr zuviel zu verraten, bei diesem Streifen einfach sehr groß ist. Aus meiner Sicht hätte der Film allerdings besser funktioniert, wenn man nicht von Anfang an den Zuschauer mit der Nase auf die „Sonderbarkeiten“ gestoßen hätte.

Nach dem die übliche Geschichte der Waldhütte sich dann ihrem Höhepunkt, mit den ersten Opfern, nähert, schnappt der Film dann urplötzlich völlig über. Alle und ich meine alle (!!!) Erwartungen, Grundsätze oder was man sich auch immer vor und während dem Film gedacht hat, geschüttelt, verdreht auf den Kopf gestellt und dann über Board geworfen. Auch wechselt der Film an dieser Stelle seinen Grundton komplett auf Komödie, was der Spannung absolut unzuträglich ist.

Was dann an Storytwist folgt und die Grundidee, die sich dann zu dem Film entwickelt, ist sowas von dämlich, dass es jeder Beschreibung trotzt. Dazu kommen Mittelklasse-CGI-Effekte, die definitiv nicht so witzig sind, wie der Film an sich es gerne wäre. Überhaupt wirft sich die Frage, was dieser Film sein will. Horror, Komödie, Horrorkomödie, Satire oder Hommage? Keine Ahnung, er will anders sein. Und ja das ist er sogar auf ganzer Linie. Gut mach ihn das allerdings noch lange nicht.

Fazit: Cabin in the Woods ist ein klassisches Beispiel für Marketing-Hype. Ein Film, der von der inhaltlichen Qualität eigentlich im Kino gar keine Daseinsberechtigung hat. Die Drehbuchautoren haben hier sowas von daneben gehauen, dass es echt schlicht „too much“ ist. Hier wurde so krampfhaft versucht anders zu sein, dass man Dramaturgie und Sinn völlig ausser Acht gelassen hat. Innovation um jeden Preis. Am Ende ist der Film in allen Belangen anders ausser in einem….denn auch Cabin in the Woods ist genauso unlogisch, wie viele andere Horror“was auch immer“-Filme

Wertung: 4,4/10

 

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