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Im Interview: ALEX SCHMIDT

Mit Du hast es versprochen startet am 20. Dezember 2012 ein Myster-Horrorfilm in und aus Deutschland. Im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig lief der Streifen als einziger deutscher Beitrag und stieß auf ein geteiltes Echo. Wir haben mit der Regisseurin Alex Schmidt darüber gesprochen:

WatchTheShit: Ihr Film war einziger deutscher Beitrag bei den Filmfestspielen in Venedig. Wie kam er dort an?

Alex Schmidt: Mein Team und ich, wir hatten unglaublich viel Spaß in Venedig. Die Resonanz der Journalisten war unterschiedlich, die deutsche Presse eher etwas verhalten und fast verwundert, dass unser Genrefilm es in den offiziellen Teil des Programms geschafft hat. Die internationale Presse hingegen begeistert über den neuen Wind aus Deutschland. Die Weltpremiere war dann fantastisch. Als am Ende das ganze Publikum aufstand, um uns zu applaudieren war das ein Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde.

WTS: Ist Du hast es versprochen für Sie mehr Drama- oder mehr Horrorfilm?

Alex Schmidt: Ich glaube in jedem guten Horrorfilm steckt ein anständiges Drama, also hoffe ich, dass unser Film beides ist. Ich liebe meine Figuren und nehme ihre Gefühle und ihre Geschichte ernst. Die psychologische Auseinandersetzung mit den Charakteren und ihren tiefsten Ängsten gehört für mich genauso zum Genre wie die Axt im Rücken.

WTS: Welche Verbindung haben Sie zum Horrorgenre? Irgendwelche Lieblingsfilme oder Regisseure aus dem Genre?

Alex Schmidt: Tausende aus allen Ländern. High Tension, Cello, The Last House on the left  genauso wie Tale of Two Sisters, Funny Games und Inside.

WTS: Die Kritiker werfen dem Film ein zu langatmiges Erzähltempo vor. Was sagen Sie dazu?

Alex Schmidt: Ja, was sage ich dazu… ich verstehe was Sie meinen, es werden nicht alle fünf Minuten ein paar Knochen gebrochen und wenn man so einen Film erwartet, dann kann es schon sein, dass man enttäuscht ist. Es kommt eben darauf an worauf man grade Lust hat. Wieder andere lieben genau das an unserem Film.

WTS: Kinostart ist am 20. Dezember 2012, gibt es bereits eine Einstufung der FSK?

Alex Schmidt: Ja und mit einer netten Begründung wie ich finde. „Die über den gesamten Verlauf des Films erzeugte und konstant über allem schwebende Angst ist von einer großen Intensität,“ so die FSK. Wir haben eine Freigabe ab 16 Jahren bekommen.

WTS: Es ist Ihr erster Film in voller Länge. Was war für Sie die größte Herausforderung?

Alex Schmidt: Über eine solch lange Zeit nicht die Kraft zu verlieren immer wieder aufs Neue für meine Visionen, für meinen Film und mein Team zu kämpfen.

WTS: Derzeit kommen aus Hollywood fast ausschließlich Remakes. Würden Sie selbst gerne eines drehen und wenn ja, zu welchem Film?

Alex Schmidt: Kann ich mir schon vorstellen, aber im Moment ist mein Kopf so voll mit unseren eigenen Ideen, da ist kaum Platz für Remake Überlegungen.

WTS: Warum ist, aus Ihrer Sicht, so wenig Innovation unter deutschen Filmemachern zu sehen? 

Alex Schmidt: Ist das so? Ich glaube eher, dass man oft zu wenig mitbekommt von den Filmen, die versuchen mal was anderes zu machen. Marketing wird oft unterschätzt und wenn man nicht das Glück hat in Venedig zu laufen, kann es leicht passieren, dass niemand etwas von dem Film mitbekommt.

WTS: Wissen Sie schon, welches Projekt Sie als nächstes angehen und vor allem in welchem Genre?

Alex Schmidt: Wir haben schon eine Menge neuer Ideen. Darunter sind auch wieder Mystery und Horror. Am meisten Spaß habe ich aber im Moment am Schreiben einer Romantic -Comedy. Nach so viel dunklem Zeug brauch ich mal wieder was zum Lachen.

WTS: Wir danken für das Gespräch.

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